From: Raphael Becker (beckerra_at_rumms.uni-mannheim.de)
Date: 31. Dec 1999
Raimund Kohl wrote:
> Jetzt eine vielleicht dämliche Frage: Wenn ich den Befehl "whoami" eingebe
es gibt keine dämlichen Fragen (jedenfalls nicht sehr viele ;-)
> antwortet das System in dem es mir bekanntgibt, als welcher Benutzer ich
> angemeldet bin. Wie kommt diese Antwort zustande? Ich meine: Wenn z.B. zwei
> Benutzer eingeloggt sind - woher "weiß" der Rechner, wer ihm diese Frage
> gestellt hat?
Linux weiß, als welcher User ein Befehl gestartet wurde, denn danach
richten sich alle Sachen wir Zugriffsrechte und so weiter. Das ist
eine grundlegende Eigenschaft von Linux und anderen Unices, was man
auch unter Multiuserfähigkeit verstehen könnte (würde ich mal so
sagen).
Im System wirst Du als "Nummer" geführt, auch UID genannt. Dazu gibt
es noch GID, was die Group-ID ist. Der Befehl "id" sollte Dir alles
notwendige zeigen.
Linux (und auch sicherlich alle Unices) verwalten sämliche Zugriffe
auf Dateien (unter Unix ist alles eine Datei) und Prozesse über diese
UID/GID. Der Name wird von "whoami" aus der "/etc/passwd" aufgelöst,
jedenfalls spuckt mir "strace" an einer Stelle
open("/etc/passwd", O_RDONLY)
aus.
Die Zeile in der /etc/passwd sieht so aus:
beckerra:x:500:100:Raphael H. Becker:/home/beckerra:/bin/bash
Gruß
Raphael Becker
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