From: Raphael Becker (beckerra_at_rumms.uni-mannheim.de)
Date: 22. Nov 1999
Christian Weisgerber wrote:
>
> Raphael Becker <beckerra_at_rumms.uni-mannheim.de> wrote:
>
> > Man sollte eigentlich gpm und X nicht gleichzeitig verwenden.
^^^^^^^^^^
> Quatsch.
"Man sollte" ... es geht, das weiß ich, es geht uU sogar recht gut ...
aber eben nur unter Umständen.
> Man kann gpm als "Repeater" arbeiten, die Mausdaten auf /dev/gpmdata
> zur Verfügung stellen, und den X-Server darauf zugreifen lassen.
Mir und Dir und vielleicht einigen anderen ist das schon klar, darum
ging es aber weniger.
Ich glaube der Kenntnisstand des ursprünglichen Frages ist noch so
niedrig (Anfänger, hat Heft-Eval-CD installiert), daß ich ihm nicht
zutrauen würde, etwas derartiges zu konfigurieren, denn sowas geht
nicht direkt mit den Standardmitteln von SuSE, zu mindest nicht ohne
Handbuch, wo das Konzept erklärt steht.
Würde der Frager nun irgendwann das Booten im Runlevel 3 einstellen
(ist eine ganz kleine Einstllung), würde gpm per default nicht geladen
und ein X mit konfiguriertem gpmdata-fifo (es ist doch ein fifo, nicht
wahr?), der im Runlevel 2 gut läuft (weil gpm standardmäßig geladen),
würde nicht laufen.
(2=Textkonsole, 3=XDM-Login)
Die nächste Frage, warum unter X die Maus nicht läuft, wäre
unvermeidlich und ein großes Rätselraten würde einsetzen: die Maus
unter X funktioniert nur, wenn gpm geladen ist ... geradezu paradox,
ist es doch meistens andersherum.
"Technisch machbar" und "technisch sinnvoll" sind gerade bei Anfängern
sehr große Unterschiede. Sinnvoll ist es, für den Startup möglichst
Konflikte zu vermeiden, denn die Frustrationsgrenze ist bei Anfängern
recht niedrig.
> Je nach Maustyp (für PS/2 funktioniert es bei mir) kann man auch
> beide einfach parallel auf die Maus loslassen.
Ja, es klappt schon, aber eben nicht immer bzw. bei Busmäusen gibt es
ziemlich sicher Probleme (AFAIK).
Gruß
Raphael Becker
PS: Es ist das, was ich meinte, als ich sagte, daß es SuSE-spezifische
Fragen gibt. Technisch geht es durchaus auch anders, aber dann muß man
wissen, wie die Dinge zusammenhängen und das ist meist nicht gegeben.
SuSE kommt mit sinnvollen Voreinstellungen daher, die auf vielen
Systemen problemlos laufen, sobald man das Konzept verändert, muß man
sich über die Folgen im Klaren sein ... diese Erkenntnis kann man IMHO
auf alle Distributionen und Systeme übertragen.
PPS: Und jetzt komm bitte keiner und sage, daß es mit debian viel
besser geht. Ansonsten bin ich nicht abgeneigt, den großen Test bei
der Installparty zu machen (Anfänger setzt mit Distributionseigenen
Mitteln einen Rechner auf).
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