From: Raphael Becker (beckerra_at_rumms.uni-mannheim.de)
Date: 08. Nov 1999
Marco Netzker wrote:
>
> Hilfe,
>
> /dev/fd0 tut nicht mehr - wie das genau passieren konnte ist mir ein
> Rätsel:
>
> Habe ein bißchen mit Gimp rumgemalt und wollte ein *.jpg konvertieren in
> eine Bitmap.
> Also einfach ein *.bmp file auf floppy speichern, und - frag mich bitte
> keiner warum -
> jetzt IST mein fd0 das Grafik-File, von der Größe nach zu urteilen (ca.
> 450.000 bytes)
Hehe, das selbe ist mir neulich mit /dev/null passiert ... das file
ist wahrlich schnell gewachsen :-)
> Mit mounten/unmounten ist nun natürlich nichts mehr.
> Vielleicht findet Linux das ja lustig, eine Gerätedatei durch ein
> Datenfile zu ersetzen,
> ich mag es nicht so besonders. Wie stelle ich ein normales /dev/fd0
> wieder her?
Wieso hast Du denn versucht eine Datei auf ein device zu speichern?
Wie dem auch sei, folgendes dürfte bei dir funktionieren:
also root (naja, du arbeitest wohl sowieso als root, sonst wäre die
obiges Malheur nicht passiert ;-):
# ls -l /dev/fd0
[hier solltest du nun eine Zeile sehen, wo die Datei angezeigt wird]
Wenn diese datei tatsächlich eine größe hat und nicht so aussieht:
rhb:~ # ls -l /dev/fd0
brw-rw-rw- 1 root disk 2, 0 Apr 5 1999 /dev/fd0
^ ^ ^
b=blockdevice | Minor
Major
dann folgendes machen:
Ich habe oben die beiden Zahlen markiert.
Es handelt sich hierbei um einen node 2.0 (oder wie man das auch immer
schreibt). Der Kernel kennt Node 2,0 also erstes Diskettenlaufwerk.
wir erzeugen also, nachdem wir die alte datei gelöscht haben:
rechner:~ # rm -f /dev/fd0
Anhand folgender Sytax erzeugen wir einen neuen Node:
mknod [options] filename {bcu} major minor
rechner:~ # mknod -m 666 /dev/fd0 b 2 0
(das habe ich jetzt nicht überprüft, sollte aber so klappen)
rechner:~ # chown root.disk /dev/fd0
Jetzt sollte alles wieder so sein, wie´s ursprünglich war.
Gruß
Raphael Becker
PS: NIEMALSNIE ALS root ARBEITEN, WEIL LINUX != WINDOWS
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