From: Raphael Becker (beckerra_at_rumms.uni-mannheim.de)
Date: 26. Oct 1999
"Mark Seuffert (Pirates)" wrote:
>
> Hai... falls es interessiert:
>
> Ich habe einen Server von Suse 5.3 auf Stand 6.2 Update gemacht, kurz
> gesagt: grauenhaft!
Hätte ich auch nicht gemacht und zwar aus folgendem Grund:
Seit der 5.3 ist nunmehr 1 Jahr ins Land gezogen und in dieser Zeit
hat sich sehr viel verändert (neue Libs, neuer Kernel+kernelabh. Tools
...).
Besonders wenn die SuSE keine "SuSE" mehr ist (weil man nämlich viel
von Hand nachbearbeitet hat), ist nicht sehr empfehlenswert, ein
1:1-Update zu machen.
Wie hast Du das Grundsystem geupdatet? Hoffentlich nicht im laufenden
System.
> Systemdienste liefen nach Update nicht mehr alle (obwohl auch alte libc5
> vorhanden war), Konfigurationen mussten eh alle per Hand angeglichen
> werden (selbst wo es Unsinn ist, weil z.B. Bind8 ein Perlscript liefert
> um in neues Konfig-Format umzuwandeln), neues Kernel konnte nicht mal
> kompiliert werden weil u.a. mit curses Mist gebaut wurde (braucht
> menuconfig)....
Also das ncurses der SuSE 6.1 ist völlig ok. ausserdem: "make config"
geht immer
> Also kurzerhand Root-Partition gebügelt und komplett neu draufgemacht,
> alle Konfigs überarbeitet, diverse Firewall und Securitypatches (immernoch
> nötig) und dann mal wieder Exim von Hand installiert, weil Suse nur
> sendmail als MTA anbietet (weis nicht ob Redhat mehr anbietet).
Die RedHat is halt teurer bzw eingeschränkter im Service.
Kostet in der deluxe-Version $79 (also grob 140 DM), enthält 5 Cds
(2xSources, 1x Aplikationen, 1x StarOffice, 1xDokumentation), dazu 30
Tage Telefonsupport und einen 180 Tage FTP-Access (der ist bei SuSE
immer frei und auf sehr vielen inländischen Servern gespiegelt).
Die Professional kommt mit 8Cds daher, kostet $149 (also grob 270
DM), ebenfalls auf 180 Tage eingeschränkter FTP-access, 30 Tage
support
Die CDs sind: 2xSource, 3xApplikationen/Server-Edition, 1xsecure
Webserver, und 2xApplikationen/Workstation-Edition
Die SuSE bewegt sich im Umfang also ziemlich in der Mitte von RedHat
deluxe und Pro und kostet 90 DM, das ist gerade mal 1/3.
Dazu: Doppelt so langer Support (der beste in Deutschland, laut einem
Test), freier FTP-Access (Updates koennen per FTP gemacht werden).
<eigene Meinung>
RedHat ist für Privatpersonen kaum besser, als die SuSE (was will ich
mit der IBM DB2 oder dem kompletten CPAN-Archiv von Perl?) und hat
insgesamt ein eingeschränktes Serviceangebot.
</eigene Meinung>
> Meine Empfehlung: Beim Update von Suse, erst Backup machen, fstab und
> Kernelmodule aufschreiben, dann entsprechende Partitionen bügeln...
> und evtl überlegen Debian zu installieren. :)
Genau. RedHat ist keine ernsthafte Alternative <eigene Meinung> und
debian was fuer Kenner</eigene Meinung>
Gruß
Raphael Becker
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