From: Andreas Fiesser (fiesser_at_gmx.net)
Date: 15. Jun 1999
Hi Markus
> Der OS/2 Bootloader von Warp 4.0 hat immer noch Probleme mit großen IDE-Festplatten. Ich hab ihn auf einer 6GB Platte nicht installieren können, weil fdisk die größe falsch "eingeschätzt" hat.
Auch nicht "vorne" ?
> Bei kleinen SCSI-Platten belegt er auch nur 1 MB.
Mein Bootman liegt auf ner 1GB, was ja wohl eher als klein anzusehen ist
und dennoch isser 7MB groß.
> > Der Hauptvorteil ist mE, daß er unabhängig von den anderen Partitionen
> > ist und nicht irgendwo mit drauf ist.
>
> Dafür braucht man dann für Linux immer noch einen Linux Loader.
Naja, der Bootmanager ist ja auch kein Loader. Der sorgt nur dafür, daß
wahlweise der Loader des gewünschten BS gestartet wird.
> Wenn man nicht versteht, wie man dabei z.B. LILO konfigurieren muß, ist das auch eine "gefährliche" Sache.
Steht ja im Handbuch, zumindest bei SuSE.
> Gehört OS/2 eigentlich auch zu den UN*X Betriebssystemen? Oder ist das nur eine
> Mischung?
Nööö. OS/2 sollte der Nachfolger von DOS werden. Übrigens wurde OS/2 von
Microsoft zusammen mit IBM entwickelt. Das war noch vor Windows. Erst
später wurde OS/2 dann voll von IBM übernommen. Noch etliche Teile
tragen das MS-Copyright.
> Bei OS/2 mußte ich feststellen, daß es auch ein etc, lib (dll), usr (apps) Verzeichnis gibt.
Was ja nix heißen will.
> Außerdem kann man bei OS/2 den "Präsentations-Manager" (wm) austauchen, oder sogar durch eine Console ersetzen (tiny OS/2).
Das zeigt nur, daß die sich bei der Konzeption ein paar Gedanken gemacht
haben.
> OS/2 kennt "echte" symbolische Links und Hardlinks (HPFS).
Das wäre mir neu. Imho gibt es diese Links nur auf der WPS, während bei
Ext2 diese Dinger im Filesystem passieren.
> Außerdem ist es Multitasking (preemptiv) fähig.
NT und sogar MacOS glaub ich mittlerweile auch.
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