Re: Kernel/Distrib auf Install-Party (war: Kernel auf Install-Party)

Datumsansicht Baumansicht Betreffansicht Attachement-Sicht

From: Juergen Roethig (Juergen.Roethig_at_ccrle.nec.de)
Date: 28. Jan 1999


Hallo Raphael, hallo Mark, hallo Welt ;-)

> Also ich werde grundsätzlich nichts gegen den neuen Kernel haben. Wenn
> es irgend jemand meint sich das geben zu müssen, dann kann man
> ihm/ihr(?) die Erfahrung nicht vorenthalten, jedoch Warnungen
> aussprechen.
>
> Auf der SuSE 6.0 wird selbstverständlich 2.0.36 installiert und
> 2.1.131, der optional noch dabei ist, wird erwähnt aber nicht weiter
> unterstützt.
>
[...]
>
> Was bezeichnest Du als stabil? Die Ursache für den einzigen großen bug
> an SuSE 6.0 ist zwar noch nicht eindeutig gefunden (nämlich das
> inzwischen berühmte Rödeln der Festplatte und Vollaufen der swap
> bishin zum Stillstand), Vermutungen gehen inzwischen in Richtung des
> Programms "jazz" (welches ich nicht kenne).
>
> <werbung>
> Unter http://www.suse.de/Support/sdb/bugs60.html findet man andere
> bekannte Fehler. Der überwiegende Anteil der Fehler entsteht durch das
> Update von 5.3 nach 6.0. Würden wir am Samstag also die ach so sichere
> 5.3 (vergl. http://www.suse.de/Support/sdb/bugs53.html ) installieren,
> dann würden wir das Problem mit dem Update in den meisten Fällen erst
> künstlich erzeugen. Außerdem gibt es für die 6.0 einen 60-Tage
> Installationssupport, der auf bekannte Fehler sicherlich schnell und
> kompetent reagieren kann, bei 5.3 würde man bei Fehlern selbst in den
> Listen immer häufiger darauf verwiesen, daß man doch lieber die 6.0
> nehmen sollte, weil da das entsprechende Problem behoben ist.
> </werbung>

Also ich meine, das ist etwas inkonsequent: einerseits willst Du den
Leuten das neue, aktuelle geben (SuSE 6.0 statt 5.3), andererseits aber
dann doch wieder moeglicherweise ein Auslaufmodell (Kernel 2.0.36 statt
Kernel 2.2.x - ich weiss, dass es heisst und das wohl sogar aus Alan Cox
Mund, dass auch der 2.0.x weiterentwickelt werden wird, aber irgendwie
glaube ich nicht an die parallele Weiterentwicklung zweier teilweise
doch recht unterschiedlicher Entwicklungslinien).

Ich denke, wenn 6.0, dann auch 2.2.0 (sofern damit bereits jemand gute
Erfahrung gemacht hat - wie gesagt, ich rede nicht einfach von 2.2 auf
irgendeinem System, von Hand upgedated, getuned, angepasst, sondern von
einer Standard-SuSE 6.0, nur eben mit 2.2.0 statt 2.0.36 versehen).
Schliesslich gibt es ja durchaus attraktive Neuerungen im 2.2 (Video,
Sound).

Ein Grund fuer eine 5.3 koennte dagegen das Existieren der
"Basisversion" sein, also das Vorhandensein des kompletten
Installations-Systems auf einer CD. Bei 6.0 muessen wir (bei
Nicht-Netzwerk-Installation) eben doch mit CDs jonglieren, falls ein
"falsches" Paket angewaehlt wird.

Noch ein bisschen SuSE-Bashing wegen Deiner Bemerkung zum "kompetenten
SuSE-Support" und "Verweis auf 6.0", wenn man 5.3 verwendet: Ich hatte
(und habe) ein Problem, die 6.0 auf meinem Notebook UMSDOS-basiert zu
installieren: weder a) Neu-Installation (war bei 5.3 vollkommen
problemlos) noch b) Update der existierenden 5.3 funktionieren ("Auf
Filesystem kann nicht geschrieben werden" bei "a" und "keine passende
Partition vorhanden" bei "b"). Vollstaendige Antwort (bis auf "Vielen
Dank" und "Gruss" gequoted) des SuSE-Supports auf eine ausfuehrliche
Fehlerbeschreibung mit genauer Begruendung, warum UMSDOS: "Um mit Linux
arbeiten zu koennen, sollten Sie das Filesystem wechseln -- UMSDOS ist
eher zu Demonstrationszwecken geeignet. Standardmaessig wird ext2
verwendet." Soviel zum "kompetenten Support"! Und schliesslich, nach
einigen weiteren EMail-Wechseln: "Wenn Sie partout nicht von dem
eingeschlagenen Weg abweichen wollen, so empfehle ich Ihnen Ihre Linux
5.3 Installation." Soviel bezueglich der Empfehlung fuer "SuSE 6.0"!

Achja, hat zu meinem Problem vielleicht jemand eine Idee? Die meinige
war (habe ich auch als Vermutung gegenueber SuSE geaeussert, aber auf
konkrete Fragen wurde immer nur mit Allgemeinplaetzen geantwortet), dass
vielleicht der Boot-Kernel auf der CD kein UMSDOS kann, aber leider
verstehe ich nicht so recht, wie ich mir eine Installationsdiskette mit
anderem Kernel selbst erstellen kann (also nicht eine der vorgefertigten
verwenden) ...

> Nicht zuletzt die neue glibc2 ermöglicht es den Leuten jetzt endlich
> auch Red-Hat-Pakete (Binaries) zu installieren (ich habs zwar noch
> nicht probiert, aber in diese Richtung sollten die Vorteile gehen).

Gut, die glibc2 ist ein Argument, aber warum dann nicht auch 2.2.0,
sofern ... (s.o.)?

Gruss

Juergen

-- 
Dr. Juergen Roethig    Juergen.Roethig_at_ccrle.nec.de  NEC Europe Ltd.
Research Staff Member  Tel: +49 6221 90511 16        Adenauerplatz 6
C&C Research Labs      Fax: +49 6221 90511 55      D-69115 Heidelberg


Datumsansicht Baumansicht Betreffansicht Attachement-Sicht

Dieses Archiv wurde generiert von hypermail 2.1.2 : 11. Mar 2002 CET