Installparty: NFS-Installation ...

Datumsansicht Baumansicht Betreffansicht Attachement-Sicht

From: Raphael Becker (beckerra_at_rumms.uni-mannheim.de)
Date: 18. Jan 1999


Hallo!

Nur kurz für die, die es interessiert: die NFS-Installation von SuSE
6.0 läuft einwandfrei, soweit ich das bisher feststellen konnte. Ich
habe mal eine Probeinstallation in eine leere Partition gemacht
(jedenfalls wollte ich es machen, jetzt ist mein C: versehentlich
ext2-formatiert und die leere Part ist noch leer :-), es lebe das
Backup!)

Geschwindigkeitsmäßig ist es etwa so schnell wie wenn man von
32x-CD-ROM installiert (bei 100 MBit), der Server ist durch den
NFS-Daemon maximal mit 25% ausgelastet (Spitzenlast).

Das Aufspielen der CDs von meinem 32x-Lauferk übers Netz ging
durchschnittlich mit an die 17facher Geschwindigkeit, wobei die Grenze
beim Laufwerk war, es hatte dauergeleuchtet... ebenfalls waren nur
wenige % des Servers belastet, obwohl er ca 2,5 MB/sec auf die Platte
geschrieben hat.

Bei 10 MBit ist es zwar langsamer als 100MBit, aber ich hatte damals
mein SuSE 5.3 via Internet/NFS (2 MBit-Leitung, schätzungsweise 20
Mitbenutzer bis zum Gateway) von linux01.gwdg.de:/suse/5.3/i386.de
installiert, die Durchsatzrate (gemessen an FTP-Übertragung von gwdg)
war nachts 140 kb/sec Spitze, also knapp unter "Singlespeed" ... die
gesamte Installation hatte etwa 2-3 h gebraucht (1,7 GB Daten auf die
Festplatte schätzungsweise 800 MB Daten übers Netz übertragen) ...
dafür konnte ich die Kiste einfach arbeiten lassen und konnte mich
anderen Dingen widmen. Ich schätze, daß wenn durchschnittlich 3-4
Leute gleichzeitig übers Netz installieren (pro Netz-Segment), daß die
"Standardinstallation" mit 900 MB "Zieldaten" (= ca 450 MB
Übertragung) nicht länger als 1 h braucht

Rechnung dazu:
Datendurchsatz (real): D=800 kb/sec ¹
Datenmenge (komprimiert): M=450 MB = 460800 kb ¹
Dauer für 1 Person: T(1)=M/D = 576 sec = 9,6 min
Dauer für 4 Pers: T(4)=4*M/D = 38 min.

Das ist sozusagen der best case, ich rechne durch Kollisionen im Netz
und "nichtlinearem Zugriff" auf die Festplatten mit einer
Leistungseinbuße von 40% und mehr (also >50 min), bei noch mehr
angeschlossenen Rechnern entsprechend länger. Grund dafür ist auch,
daß der Festplattencache (linuxintern) nicht zum Tragen kommt, weil ja
jede der 4 Stellen nur einmal gelesen wird, ob es spezielle
Cache-Strategien für Directory-Tabellen gibt, weiß ich nicht.

¹ Erfahrungswert bei zwei durch Koax verbundene Win95-Kisten, NFS
könnte langsamer sein.
  Ich kanns leider nicht nachprüfen, da 100 MBit offenbar schon die
Leistung meiner Festplatten übertrifft.
² Schätzwert: Daten lassen sich durchschnittlich 1:2 packen

Ich halte es für wichtig, daß wir 2 (oder mehr) Sub-Netze machen (also
physikalisch getrennt) und zu mindest 100 MBit über einen HUB
anbieten.

Wenn alle Stricke reissen könnten wir noch auf die CDs zurückgreifen,
allerdings bin ich kein DJ :-)

Bis dann!

Gruß
Raphael


Datumsansicht Baumansicht Betreffansicht Attachement-Sicht

Dieses Archiv wurde generiert von hypermail 2.1.2 : 11. Mar 2002 CET