Re: Server Infrastruktur 2019 [proxmox vs. hetzner cloud]

From: Christian N. <privat_at_nchristian.net>
Date: Mon, 22 Jul 2019 18:40:05 +0200
Am 20.07.19 um 21:45 schrieb Stefan Hagen:
> Hallo Marc,
>
> Marc Haber wrote:
>> Stefan Hagen sprach Jehova:
>>> Es gibt aber auch noch die Hetzner Cloud Server. Ich finde die extrem
>>> cool und einfach genug zu administrieren, dass das auch Anfänger hin
>>> bekommen.
>>
>> Dann brauchen wir allerdings keinen Verein mehr, dann kann sich jeder
>> der will seine eigenen Server klicken und hat genau das, was er auch im
>> Rahmen des Vereins bekäme.
>
> Das sind ja harte Worte. Natürlich kann sich jeder so eine VM klicken.
> Das war bisher aber auch schon so. Die VM kommt als "Goodie" beim
> Mitgliedsbeitrag mit. Und da alle beim gleichen Hoster sind kann man
> sich prima gegenseitig weiter helfen. 

> Nachteile Hetzner
> - Wir müssen über unseren Schatten springen und auf
> Host-Selbsthosting verzichten.
>>
>> Das finde ich einen ziemlich großen Schatten, der eventuel auch gleich
>> den Verein überflüssig macht. Der Charme an der Vereins-Infrastruktur
>> ist, dass man nicht von den wirrigen Entscheidungen von irgend einem
>> Produktmanager abhängig ist.
>
> Wow, Marc... ich finde der Verein ist sehr viel mehr als ein Stück
> Infrastruktur.
>
>> 15 VMs sind schnell erreicht. Und der Vorteil eines Vereins ist ja
>> auch, dass die Arbeitszeit der Mitglieder nichts kostet.
>
> Genau und das würde ich mir wünschen. So könnten unterschiedliche
> Mitglieder sich um unterschiedliche Dinge im Verein kümmern. Einer
> macht Mail, einer macht Web, der nächste DNS oder sonstwas.
>
> Ich habe inzwischen erfahren, dass meine Annahme falsch war und der
> existierende Server doppelt so viel kostet. Wir hätten also 30 VMs bis
> Cloud teurer wird. Da kommen wir nicht hin. (Hardwarekosten nicht
> mitgerechnet)
>
> _Momentan_ geht das nicht, weil man auf eine Infrastruktur
> festgenagelt ist, auf der eine Person ihr ganzes Wissen verwirklicht
> hat und im Grunde kein anderer richtig rein greifen kann.
>
> Das Problem löst Proxmox und Hetzner gleichermaßen. Hetzner hat den
> Charm, dass wir eben genau "diese eine Person", die den Hauptserver
> managed nicht brauchen. Auf der anderen Seite ist "Hauptserver
> managen" mit Proxmox vermutlich nicht so komplex.
>
> Dann kommen aber wieder so Sachen wie IP Knappheit und man muss mit
> Proxies rum machen, was die Einstiegshürde auf den VMs dann wieder
> erhöht.
>
> Die Vereins-Services soll es natürlich weiter geben und natürlich
> müssen sich Leute darum kümmern. Dass kann man dann aber schön
> verteilen und sich eher auf die Services konzentrieren als auf die
> Host-Infrastruktur.
>
>>> Momentan haben wir 9 Mitglieder-Jails und noch ein paar
>>> Vereins-Jails.
>>>
>>> Man liest es wohl zwischen den Zeilen: Ich favorisiere die Cloud
>>> Server Lösung. Es gibt noch mehr Gründe, wie ein schickes, schnelles
>>> und super einfaches Web-Frontend, viele OS Images als Vorauswahl usw.
>>>
>>> Könntet ihr euch mit der Lösung anfreunden?
>>
>> Ein Teil von mir fände es schade. Eine klare Vernunftslösung, völlig
>> in der Zeit liegend.
>
> Ja, das meinte ich mit "über den Schatten" springen. Allerdings sehe
> ich den Schatten deutlich weniger schwarz.
>
> Danke für deine Meinung. Ich hatte nicht mit solch harten Widerworten
> gerechnet.
>
> Viele Grüße,
> Stefan



Soweit ich weiß, bietet Hetzer auch Rootserver mit Proxmox als
Betriebssystem. Im prinzip könnte man aus jedem Debian Betiebssystem ein
Proxmox machen, was die Zahl der infrage kommenden Hoster nochmal
erhöht. https://www.ovh.de/dedicated_server/rise/preise/ Hier wäre z.b.
ein Hoster den ich gar nicht so schlecht finde. Ich habe mit deren
Support auch schon gute Erfahrungen gemacht. So müssten wir uns nicht um
die Hardware kümmern und könnten auf den Hoster Support zurückgreifen.
Vielleicht könnten wir ein Paar IP Adressen dazubuchen. Bei vielen
Anbietern gibt es auch ein IPv6 Netz dazu, womit wir die VMs anbinden
könnten. Als Backup kann ich opendrive https://www.opendrive.com/
empfehlen, 99€ pro Jahr und unlimited Speicher, der via rclone
angesprochen werden kann. Es wird auch verschlüsselung unsterstützt.
Wenn wir Proxmox auf einem Rootserver einsetzen würden, könnten wir auch
LXC einsetzen, dort lassen sich die CPUs auf 0 setzten und damit kümmert
sich der host kernel um die Lastenverteilung. 

Fassen wir die Vorteile zusammen:

  * Niemand muss sich um die Hardware kümmern
  * Gewisse Hoster bieten ein IPv6 Netz
  * Jeder bekommt seine VM
  * Zentrales Backup via opendrive und rclone
  * 30VMs sind möglich, wenn man mit LXC arbeitet könnten wir mehr
    zusammen bekommen
  * Wir könnten jedes x86_64 Betriebssystem Betreiben
  * Bei gewissen Hostern ist ein IPv6 Netz dabei
  * wir können auf das Support Team zurückgreifen
  * Wir könnten (wenn man 2 kleinere Server nimmt) Die Vereinsstuktur
    abkapsen von dem Mitglieder VMs und trotzdem eine vom
    vereinsmitgield erstellte VM in den Vereinsserver übernehmen
    (stichwort templates)

Welche Information mir noch fehlt, in welchem Preislichen Rahmen wir uns
bewegen.


Grüße

    - tinfoil_hat





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