Re: Linux Resourcenverwaltung

Autor: Alexander Holler <holler_at_ahsoftware.de>
Datum: Fri, 30 Nov 2012 03:39:44 +0100
Hallo,

Am 30.11.2012 00:38, schrieb Werner Holtfreter:
> Am Donnerstag, den 08.11.2012, 09:50 +0100 schrieb Alexander Holler:
>> Am 07.11.2012 17:06, schrieb Werner Holtfreter:
> 
>>> Mein Versuchsscript begrenzt nun hübsch den RAM, eine Beeinträchtigung
>>> der übrigen Rechnernutzung ist nicht mehr spürbar.
> 
>>> Wo gibt es Beschreibungen zu den vielen Pseudodateien
>>> unter /cgroup/memlimit/
>>
>> Im Zweifelsfall bei der dem Kernel beiliegenden Dokumentation. Die 
>> letzte Fassung davon findet sich hier:
>>
>> http://git.kernel.org/?p=linux/kernel/git/torvalds/linux.git;a=tree;f=Documentation/cgroups
> 
> Danke, sehr hilfreich.
> 
> Ich habe jetzt sehr viel getestet, um die minimal erforderliche
> Speicherzuweisung zu ermitteln.
> 
> Mit 23 MB lief "dd if=$historyint of=$historyext bs=1M"
> 35 x stabil mit einer kompletten Festplatte durch.
> 
> Aber merkwürdiger Weise gibt es keine feste Grenze. Geringere
> RAM-Freigabe führt nur *manchmal* zum vorzeitigen Abbruch, nach
> unterschiedlich langer Laufzeit.
> 
> Ganz unerklärlich ist mir, weshalb 23 MB gebraucht werden. Vorstellen
> könnte ich mir je 1 MB für Eingabepuffer, Ausgabepuffer und Programm.
> Aber wozu 23 MB? 23 x der RAM-Größe, von der B.G. meinte, sie würde für
> alle Zeit reichen. Hier geht es nur um einen Kopierbefehl!

Ich bezweifle, daß dir jemand bei dieser Informationsfülle auch nur
irgendetwas annähernd zutreffendes sagen kann. Was ist ein vorzeitiger
Abbruch? Was ist Quelle (HW, FS)? Was ist Ziel (HW, FS)? Welcher Kernel?
Welche Einschränkungen (nur Userland oder auch Kernelspeicher)? ...?

Du musst das nicht wirklich beantworten, aber alleine schon die Frage
nach dem FS liefert Dir evtl. einen Hinweis, wofür zumindest ein Teil
des RAM gebraucht wird. Dein Aufruf von dd schaufelt die Daten nur in
Blöcken von 1MB von irgendwoher nach irgendwohin. Mehr ist dem nicht zu
entnehmen und viel mehr kann dd auch nicht. Du kannst dir auch mal
überlegen, was passiert, wenn das Schreiben langsamer geht als das
Lesen. dd hat auch keinerlei Ahnung von Geschwindigkeiten, das schaufelt
einfach nur so lange es etwas lesen kann und das Ziel (im übertragenen
Sinne) nicht "Halt" oder "Pause" schreit.

Und zu dem Hinweis bzgl. den 640KB von B.G. kann man nur sagen, daß die
heutzutage schon locker mit den Dateinamen aller Dateien mancher
Verzeichnisse füllen kannst, kannst zu schweigen davon, daß wohl nur
noch ganz Hartgesottene oder Fotoapparate FAT benutzen.

Und B.G. hatte zur Zeit seiner Aussage sicher noch keinen Schimmer von
der sagenhaften, patentwürdigen Erfindung lange Dateinamen mit FAT zu
nutzen. D.h. er kannte auch nur Dateinamen im 8.3 Format. ;)

Gruß,

Alexander
-- 
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Empfangen am 30.11.2012

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