Funktionsmangel bei Automatiklader BC-700

Autor: Werner Holtfreter <Holtfreter_at_gmx.de>
Datum: Fri, 30 Nov 2012 00:49:01 +0100
Hallo,

ich wollte nur einen Mangel des UUGRN-Standard-Automatiklader BC-700
und seiner Baugleichheiten (siehe angehängte Rezension) mitteilen. (Er
zeigt ganz rechts "36" beim einschalten, vermutlich der Softwarestand.)

Werden hochohmig gewordene Akkus (Ik < 2 A) geladen oder entladen, die in 
Kameras usw. nicht mehr funktionieren, in LED-Taschenlampen aber ohne 
weiteres, dann ändert sich das Lade- bzw. Entladetastverhältnis, mit dem 
der Mittelwert des Strom normalerweise geregelt wird, nicht mehr, sondern 
bleibt auf einem geringen Startwert.

Dummer Weise zeigt die Stromanzeige bei Ladung und Entladung trotzdem 
näherungsweise den Sollwert an, wie sonst auch, obwohl der Strom 
tatsächlich viel niedriger ist. Auch die Kapazitätsanzeige ist falsch, 
denn sie basiert auf der falschen Stromanzeige und der Zeit.

Das führt dazu, dass hochohmige Akkus als gut erscheinen, teilweise sogar 
über ihrer Nennkapazität zu liegen scheinen.

Die Untersuchung erfolgte mit Oszi und Drehspulmesswerk und durch 
vergleichende Gleichstromladung/Entladung der fraglichen Akkus.

Es ist trotzdem ein empfehlenswertes Gerät, aber man sollte seine
Defizite kennen. (Ich werden versuchen, den Hersteller zu informieren,
erst mal kennt man ja nur die Vertriebsfirma.)

Gruß Werner


5.0 von 5 Sternen Guter Akkulader für AA- und AAA-Akkus, 1. April 2011
Von Thomas D. aus O.
Rezension bezieht sich auf: Technoline BC 700 Akku-Ladegerät schwarz 
**********************************
Allgemeine Informationen zum Ladegerät:
**********************************
Dieser Akkulader wird unter den Bezeichnungen "Technoline BC 700", "Accu 
Doktor BC700", "Accupower IQ-128" oder "Voltcraft IPC-1L" angeboten. Bei 
allen Bezeichnungen handelt es sich um das identische Gerät. Also einfach 
den günstigsten Anbieter aussuchen.

Es können drei Ladeströme eingestellt werden:      200 / 500 / 700 mA
Es wird automatisch mit dem halben Strom entladen: 100 / 250 / 350 mA
Es können keine anderen Stromstärken eingestellt werden. Aber das ist 
genug für alle üblichen Anwendungen.
Bei höheren Strömen besteht sowieso erhöhte Gefahr der Schädigung der 
Akkus.
Wer dennoch mit höheren Strömen laden möchte, kann sich die Akkulader "BC 
900" oder dessen Nachfolger "BC 1000" ansehen. Diese sind genau 
baugleich, bieten aber höhere Lade- und Entladeströme.
Das "BC 800" (baugleich zum AccuPower IQ328) scheint vom Aufbau sehr 
ähnlich zu sein, hat aber keine Einzelschachttasten, somit können die 
Ladeschächte nicht mit unterschiedlichen Programmen gestartet werden.

Beim BC 700 wird jeder Ladeschacht elektronisch getrennt von einander 
gesteuert. So kann jeder Akku unabhängig voneinander behandelt und bis 
zur maximalen Kapazität geladen werden.

Das Gerät hat immer für zwei Schächte zusammen eine Temperaturüberwachung 
(Metallkontakt über zwei Schächte in der Nähe des Pluspols). Wenn die 
Akkutemperatur 53 Grad übersteigt wird das Laden unterbrochen. Dabei wird 
beim Ladestrom "000mA" angezeigt. Nach dem Abkühlen wird das Laden 
fortgesetzt. Wird eine Überhitzung bemerkt sollte der Ladestrom 
verringert werden.

Das Ladegerät kann einen tiefentladenen Akku nicht erkennen (also wenn 
die Akkuspannung unter 0,5 Volt abgesunken ist). Dann gibt es folgenden 
Trick: den leeren Akku und einen geladenen (oder halbvollen) Akku 
nebeneinander beide mit dem Minuspol auf eine metallische Oberfläche 
stellen (z.B. auf ein Edelstahlspülbecken) und die Pluspole etwa 5-10 
Sekunden mit einem leitenden Gegenstand (z. B. Besteck oder Schlüssel) 
verbinden. Und dann ab ins Ladegerät 

Nur durch die Bestimmung der Kapazität kann man schlechte Akkus 
aussortieren.
Mit diesem Akkulader kann die Kapazität gemessen werden, und das zu einem 
sehr günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis.
Ich empfehle nur noch Ladegeräte mit Digitalanzeige und Kapazitätsmessung!

********************************
Informationen zur Bedienung:
********************************
Höheren Ladestrom einstellen (standardmäßig ist immer nur der niedrigste 
Strom vorgewählt):
Akkus einsetzen, Ladegerät einstecken, nun hat man 8 Sekunden Zeit die 
Stromstärke mit der Taste CURRENT einzustellen. Während des Ladens kann 
der Ladestrom nicht verändert werden. Wird ein Akku neu eingesetzt, kann 
der Ladestrom 8 Sekunden lang verändert werden, aber es kann maximal die 
Stromstärke ausgewählt werden, die beim Einschalten in Schacht 1 
eingestellt wurde.

   [FALSCH! Es kann maximal die Stromstärke ausgewählt werden, die bei
   dem zuerst eingelegten Akku gewählt wurde - unabhängig vom Schacht.
   Ob das gewollt ist? Dass es hardwaretechnisch bedingt ist, scheint
   unwahrscheinlich. Jedenfalls ist es eine lästige Einschränkung. W.H.]

Funktion für alle Schächte gleichzeitig einstellen:
Taste MODE ca. 2 Sekunden gedrückt halten bis die nächste Funktion 
angezeigt wird, Taste MODE so oft drücken bis die gewünschte Funktion 
angewählt ist, 8 Sekunden warten bis Display einmal kurz blinkt.

********************************
Funktionsabläufe und Anzeigen:
********************************
Funktion CHARGE:
Schritt 1: Akku wird vollgeladen damit er anschließend verwendet werden 
kann
(Anzeigen: CHARGE, die bisher in diesem Ladezyklus geladene Kapazität, 
bisherige Dauer dieses Ladezykluses, aktueller Ladestrom)
Schritt 2: Erhaltungsladung, Akku kann verwendet werden
(Anzeigen: FULL, CHARGE, die in Schritt 1 geladene Kapazität, Dauer des 
Ladezykluses in Schritt 1, aktueller Erhaltungsladestrom)

Funktion DISCHARGE:
Schritt 1: Akku wird komplett entladen (bis 0,9V)
(Anzeigen: DISCHARGE, die bisher in diesem Entladezyklus entladene 
Kapazität, bisherige Dauer dieses Entladezykluses, aktueller Entladestrom)
Schritt 2: Akku wird vollgeladen damit er anschließend verwendet werden 
kann
(Anzeigen: CHARGE, die bisher in diesem Ladezyklus geladene Kapazität, 
bisherige Dauer dieses Ladezykluses, aktueller Ladestrom)
Schritt 3: Erhaltungsladung, Akku kann verwendet werden
(Anzeigen: FULL, CHARGE, die in Schritt 2 geladene Kapazität, Dauer des 
Ladezykluses in Schritt 2, aktueller Erhaltungsladestrom)

Funktion REFRESH:
Schritt 1: Akku wird komplett entladen (bis 0,9V)
(Anzeigen: DISCHARGE, REFRESH, die bisher in diesem Entladezyklus 
entladene Kapazität, bisherige Dauer dieses Entladezykluses, aktueller 
Entladestrom)
Schritt 2: Akku wird vollgeladen
(Anzeigen: CHARGE, REFRESH, die im ersten Entladezyklus gemessene 
Kapazität, das entspricht der Restkapazität die der Akku beim Einlegen 
hatte, bisherige Dauer dieses Ladezykluses, aktueller Ladestrom)
Schritt 3: Akku wird komplett entladen (bis 0,9V)
(Anzeigen: DISCHARGE, REFRESH, die im letzten Entladezyklus gemessene 
Kapazität, bisherige Dauer dieses Entladezykluses, aktueller Entladestrom)
Schritt 4: Akku wird vollgeladen
(Anzeigen: CHARGE, REFRESH, die im letzten Entladezyklus gemessene 
Kapazität, bisherige Dauer dieses Ladezykluses, aktueller Ladestrom)
Schritte 3 und 4 werden so lange wiederholt, bis bei zwei aufeinander 
folgenden Entladezyklen die nahezu gleiche Kapazität gemessen wurde. 
Somit ist keine Kapazitätssteigerung durch weitere Zyklen mehr zu 
erwarten und der Refresh-Vorgang wird beendet. Dies dauert üblicherweise 
etwa 3-6 Entlade-Lade-Zyklen.
Schritt 5: Erhaltungsladung, Akku kann verwendet werden (Anzeigen: FULL, 
CHARGE, REFRESH, die im letzten Entladezyklus gemessene Kapazität, Dauer 
des letzten Entladezykluses, aktueller Erhaltungsladestrom)

Um die RESTKAPAZITÄT eines Akkus zu ermitteln, muss in der Funktion 
REFRESH während Schritt 2 oder 3 (also nach dem ersten Entladezyklus) die 
Kapazität abgelesen werden.
Bedauerlicherweise gibt es beim BC700 keine komfortablere Möglichkeit die 
Restkapazität eines gebrauchten oder gelagerten Akkus zu bestimmen.
Soll nach dem Ablesen der Restkapazität der Akku nur noch geladen werden, 
ohne einen kompletten Refresh-Vorgang durchzuführen, dann muss man den 
entsprechenden Ladeschacht manuell auf die Funktion CHARGE umschalten: 
Schacht anwählen (Anzeige des Schachtes blinkt), Taste MODE so oft 
drücken bis CHARGE angezeigt wird, warten bis Anzeige aufhört zu blinken.
Auf diese Weise kann jederzeit auf CHARGE umgeschalten werden, wenn die 
Refresh-Funktion abgebrochen werden soll, z. B. weil der Akku gebraucht 
wird. Alternativ kann der Akku entnommen und erneut eingelegt werden.

Funktion TEST:
Schritt 1: Akku wird vollgeladen um einen kompletten Entladezyklus zu 
messen, dabei wird die geladene Kapazität nicht angezeigt
(Anzeigen: CHARGE, TEST, Kapazität: ---, bisherige Dauer dieses 
Ladezykluses, aktueller Ladestrom)
Schritt 2: Akku wird komplett entladen (bis 0,9V) und die vom Akku 
abgegebene Kapazität ermittelt, dabei wird die bis dahin aktuell 
gemessene Kapazität nicht angezeigt
(Anzeigen: DISCHARGE, TEST, Kapazität: ---, bisherige Dauer dieses 
Entladezykluses, aktueller Entladestrom)
Schritt 3: Akku wird vollgeladen damit er anschließend verwendet werden 
kann
(Anzeigen: CHARGE, TEST, beim Entladezyklus in Schritt 2 ermittelte 
Kapazität, bisherige Dauer dieses Ladezykluses, aktueller Ladestrom)
Schritt 4: Erhaltungsladung, Akku kann verwendet werden
(Anzeigen: FULL, CHARGE, TEST, beim Entladezyklus in Schritt 2 ermittelte 
Kapazität, Dauer des Entladezykluses in Schritt 2, aktueller 
Erhaltungsladestrom)

Zusätzlich wird in jedem Schritt auch die aktuelle Akkuspannung des 
jeweiligen Ladeschachtes angezeigt.
Die Erhaltungsladung beträgt ca. 5% des gewählten Ladestroms.

Jeweils die vorderste Stelle des Schacht-Displays kann nur eine 1 
anzeigen.
Darum wird die Kapazität bis 1999 in mAh angezeigt, ab 2,00 wird sie in Ah 
angezeigt.
Und die Zeitanzeige geht nur bis 19:59, ab 20 Stunden beginnt die Anzeige 
wieder von vorn. Eine so lange Zyklusdauer ergibt sich aber nur wenn ein 
Akku mit großer Kapazität mit kleinem Ladestrom verwendet wird. Das ist 
aber nicht zu empfehlen, dann besser einen höheren Ladestrom wählen.

Alle Angaben beziehen sich auf das Ladegerät BC700 mit der Software-
Version 36 (wird beim Einschalten des Gerätes kurzzeitig in Schacht 4 
angezeigt).

********************************
Kleine NACHTEILE dieses Ladegerätes:
********************************
- Es können nur AA oder AAA Akkus geladen werden, keine anderen Größen.
- Die Bestimmung der Restkapazität von Akkus ist etwas umständlich. Es 
wäre schön gewesen wenn es dafür eine Funktion geben würde an deren Ende 
die Restkapazität angezeigt wird.
- Der maximale Ladestrom kann nur innerhalb von 8 Sekunden nach dem 
Einstecken des Gerätes eingestellt werden. Auch nach dem erneuten 
Einlegen eines Akkus kann der Ladestrom nur innerhalb von 8 Sekunden 
eingestellt werden, aber maximal so hoch wie er bei Schacht 1 direkt nach 
dem einschalten eingestellt wurde.
- Die Bedienungsanleitung ist etwas verbesserungsbedürftig.
- Tiefentladene Akkus (mit einer Spannung unter 0,5 Volt) werden nicht 
erkannt und nicht geladen.
- Das Entnehmen innenliegender Akkus erfordert etwas Geschicklichkeit.
- AAA-Akkus werden mit dem Minuspol an der kleinen Zunge die in jedem 
Schacht von unten heraussteht angelegt. Manche AAA-Akkus mit "Isolations-
Kragen" am Minuspol bekommen keinen Kontakt. Dann muss am Akku dort ein 
kleinwenig Isolierung abgeschnitten werden.

********************************
Umgang mit Ladegerät und Akkus:
********************************
LADESTROM:
Als Faustformel wird empfohlen mit dem 0,2- bis 0,3-fachen Strom zu 
laden, wie die Angabe der Kapazität des Akkus. Also bei einem 1000mAh-
Akku einen Ladestrom von 200-300mA einstellen. Bei diesem Akkulader also 
200mA.
Um sicherzustellen dass die -deltaU-Abschaltung des Laders auch 
zuverlässig anspricht, sollte aber die Stromstärke nicht zu klein gewählt 
werden. Darum hier eine weitere Faustformel mit etwas höherem Wert: Den 
Strom so wählen, dass der Akku bei der angegebenen Kapazität innerhalb 
von 2-4 Stunden geladen ist. Also bei einem 1000mAh-Akku wäre das dann 
250-500mA.

AKKUSÄTZE:
Wird ein Gerät (z. B. Kamera, Taschenlampe usw.) mit mehreren Akkus 
betrieben, und ein schwacher Akku ist dabei, dann liefert der gesamte 
Akkusatz nach kurzer Zeit nicht mehr genug Energie, nur weil der eine 
schwache Akku keine Spannung mehr hat. Außerdem wird der schwache Akku 
während des Betriebs mit der Zeit tiefentladen und somit erheblich 
geschädigt.
Darum ist es sehr wichtig nur Akkus mit annähernd gleicher Kapazität in 
einem Akkusatz zusammen zu verwenden. So wird die beste Gesamtkapazität 
des Akkusatzes und somit die längstmögliche Gerätelaufzeit erreicht.
Dazu mit "Refresh" die Kapazität von allen vorhandenen Akkus bestimmen 
und dann nur Akkus mit ähnlicher Kapazität zusammen als Akkusatz 
verwenden.
Aber da Akkus üblicherweise nicht sofort nach dem Laden verwendet werden, 
ist folgende Methode noch wesentlich genauer (aber auch etwas 
aufwändiger): Mit allen Akkus einen Refresh-Vorgang durchführen, 
Kapazität notieren, Akkus außerhalb des Ladegerätes etwa eine Woche 
liegen lassen, dann die Restkapazität aller Akkus bestimmen (wie das 
geht: siehe unter Funktion REFRESH), anschließend die Akkusätze mit Akkus 
zusammenstellen bei denen die Kapazität nach dem Laden sowie die 
Restkapazität nach einer Woche annähernd gleich sind. Die Akkus eines 
zusammengestellten Akkusatzes markieren und dann nur noch zusammen laden, 
lagern und verwenden.

LADEVERFAHREN:
Zur Abschaltung des Ladevorgangs arbeitet das Gerät nach dem so genannten 
"Minus-Delta-U"-Verfahren.
Das funktioniert etwa so: Beim Laden des Akkus steigt die Spannung stetig 
leicht an bis ca. 1,47V, sie kann in ungünstigen Fällen aber auch bis 
etwas über 1,6V steigen. Ist der Akku voll wird die zugeführte Energie 
nicht mehr chemisch gespeichert, sondern direkt in Wärme umgewandelt und 
der Akku erwärmt sich stärker als beim normalen Laden. Durch diese 
Erwärmung fällt die Zellenspannung wieder leicht ab. Durch diesen 
Spannungsrückgang erkennt das Ladegerät dass der Akku voll ist.

Beim Laden wird die Ladekapazität angezeigt (die Kapazität die das 
Ladegerät in diesem Schacht bei diesem Ladezyklus bereits abgegeben hat). 
Das beinhaltet die Kapazität die der Akku aufnimmt und die Verluste die 
beim Laden entstehen (in Form von Wärme). Darum ist die Kapazität beim 
Laden immer höher als die beim Entladen abgegebene Kapazität und eben oft 
auch höher als die Nennkapazität des Akkus. Das ist physikalisch ganz 
normal.
Wird allerdings ein Akku auch nach langer Ladedauer und einer 
Ladekapazität des mehrfachen seiner Nennkapazität immer noch geladen, ist 
er wahrscheinlich so defekt, dass er vom Ladegerät nicht mehr als voll 
erkannt werden kann.

REFRESH:
Durch REFRESH können nur gute Akkus wieder ihre Nennkapazität erreichen. 
Bei älteren oder geschädigten Akkus kann mit dieser Funktion ermittelt 
werden, welche maximale Kapazität die Akkus momentan noch haben. Die 
Leistungsverbesserung kann man sehen, wenn man während dem Refreshen nach 
jedem Entladezyklus die ermittelte Kapazität abliest. Hier sollte eine 
deutliche Steigerung zu erkennen sein.

Wenn ein Akku auch nach mehrmaligem Refresh-Vorgang nur noch weniger als 
die Hälfte der aufgedruckten Kapazität hat, ist er schon stark geschädigt 
und kann entsorgt werden.

Wenn die eingelegten Akkus im Refresh-Modus physikalisch exakt gleich 
wären (gleicher Ladestand, gleicher chemischer Zustand usw.) dann müssten 
die Zyklen-Zeiten nahezu identisch sein. Aber in der Praxis sind alle 
Akkus unterschiedlich, auch neue Akkus aus der gleichen Packung. Es ist 
also normal, dass sich auch bei gleichen Akkus unterschiedliche Zyklen-
Zeiten ergeben. Je hochwertiger die Akkus (z.B. neue Eneloop-Akkus), 
desto enger liegen diese Zeiten beieinander.

SANYO ENELOOP AKKUS:
Für den Betrieb von Digital-Kameras sind "Sanyo Eneloop"-Akkus sehr zu 
empfehlen. Wo andere Akkus nach kurzer Zeit schlapp machen, halten diese 
noch lange durch, weil sie bis zum Kapazitätsende die Spannung stabiler 
halten können. Vergleichen sie ihr Akku-Angebot mit einer 8- oder 16-
Stück-Packung Eneloop bei Amazon. Lassen sie sich von etwas höheren 
Kapazitäts-Angaben anderer Hersteller nicht irritieren. Es kommt darauf 
an wieviel Kapazität ein Akku nach vielen Ladevorgängen oder längerer 
Lagerzeit noch hat. Da schneidet der Eneloop-Akku ziemlich gut ab. Nur im 
Modellbau wenn extrem hohe Ströme benötigt werden ist er evtl. nicht so 
gut geeignet.
Sanyo eneloop AA Mignon Batterien (8er Pack)
Sanyo eneloop Batterien AA Mignon 16er Pack - Neue Version HR-3UTGA mit 
bis zu 1500 Ladezyklen + 4 Weiss - More Power + Transportschutzboxen

NACHTEILE VON BILLIG-AKKUS:
- Verlieren schon nach wenigen Ladezyklen einen Großteil ihrer 
angegebenen Kapazität.
- Große Unterschiede bei der Kapazität.
- Hohe Selbstentladung.
- Hoher Innenwiderstand (also großer interner Spannungsabfall und somit 
geringere zur Verfügung stehende Spannung während dem Betrieb).
- Große Produktionstoleranz (Streuung)
- Geringere Leistung bei Temperaturschwankungen.

MEHR INFOS:
Wer sich noch mehr mit dem Thema beschäftigen möchte, sollte sich die 
Seite "accu-select.de" ansehen. Dort gibt es sehr gute und ausführliche 
Informationen über die Pflege und den Umgang mit Akkus. Auch wer wegen 
dem Überladen von Akkus Bedenken hat und einen noch ausgereifteren (aber 
auch etwas teureren) Akkulader sucht, sollte sich dort über das 
optimierte Ladegerät "MEC AV4m" informieren (Für den Inhalt der genannten 
Webseite ist der dortige Anbieter verantwortlich).

FAHRRADSCHEINWERFER für 4 AA-Akkus:
Wer ein gutes Licht für sein Fahrrad sucht, der sollte diesen superhellen 
LED-Scheinwerfer von Busch + Müller in Betracht ziehen: B+M IXON IQ 192QM 
mit Nahfeldausleuchtung, umschaltbar zwischen 40 Lux und 10 Lux, StVZO-
zugelassen. Mitgeliefert wird eine werkzeuglos montierbare Lenkerhalterung 
mit Schnellverschluss, diese macht zwar einen etwas labilen Eindruck, 
aber an normalen Lenkstangen hält sie ganz gut. Darauf ist der 
Scheinwerfer sehr einfach aufsteck- und abziehbar. Benötigt werden 4 
Stück AA-Akkus, anstatt den mittelmäßigen Akkus die bei B+M mitgekauft 
werden können, sollten aber Eneloop-Akkus verwendet werden. Die Akkus 
können dann mit dem BC700 Ladegerät geladen werden. Das zur Lampe 
passende Ladegerät von B+M ist auch okay, dann braucht man zum Laden 
nicht jedes Mal die Akkus aus der Lampe zu holen, aber halbjährlich 
sollten die Akkus im BC700 mit REFRESH gepflegt werden. Die Lampe ist 
wirklich außerordentlich hell, hat aber auch einige kleine NACHTEILE:
- teuer (ca. 50 Euro)
- Die Elektronik ist empfindlich gegen Feuchtigkeit, deshalb sollte die 
Lampe möglichst nicht im Regen verwendet werden. Wurde sie trotzdem nass, 
dann anschließend sofort die Lampe abtrocknen, die Akkus entfernen und 
mit geöffnetem Akkufach austrocknen lassen.
- etwas labile, wackelige Lenkerhalterung
- nicht so gut geeignet für holprige Strecken und Schlaglöcher
- nicht robust, Lampe geht schnell kaputt wenn sie herunterfällt, also 
pfleglich behandeln
- der Schließmechanismus des Akkufachs ist nicht besonders solide (nicht 
geeignet für häufigen Akkuwechsel), also nach dem Schließen immer 
überprüfen ob das Fach auch richtig verriegelt ist
- im Frontglas wird etwas Licht nach oben reflektiert und blendet den 
Radfahrer selbst (evtl. mit etwas schwarzem Isolierband abkleben)
- das Blinken der Ladezustands-LED ist etwas nervig
- der Einschaltknopf muss immer sehr kräftig gedrückt werden und hat 
keinen präzisen Druckpunkt
- wenn die Lampe eingeschalten ist stört sie die Funktion von einigen 
Funk-Fahrrad-Computern
Busch & Müller Beleuchtung LED-Scheinwerfer Ixon IQ bis zu 40 LUX, schwarz

Rezension zuletzt aktualisiert am 12.08.2012 


-- 
UUGRN e.V. http://www.uugrn.org/
http://mailman.uugrn.org/mailman/listinfo/uugrn
Wiki: https://wiki.uugrn.org/UUGRN:Mailingliste
Archiv: http://lists.uugrn.org/
Empfangen am 30.11.2012

Dieses Archiv wurde generiert von hypermail 2.2.0 : 30.11.2012 CET