Re: Linux Resourcenverwaltung

Autor: Raphael Eiselstein <rabe_at_uugrn.org>
Datum: Fri, 2 Nov 2012 02:27:26 +0100
On Fri, Nov 02, 2012 at 01:39:05AM +0100, Werner Holtfreter wrote:
> Verschwörungstheorie, nachdem man RAM heute in GB statt im MB kauft:
> Softwerker vergeuden mit aller Kraft Speicherplatz, damit Hardwerker
> immer dickere Rechner verkaufen können.

Wenn man Software von gestern auf Hardware von heute einsetzt, dann
erlebt man Performance. Wenn man Software von heute auf Hardware von 
gestern laufen lassen will, dann hat man tendenziell Frust ("komplett
eingefroren" ist für mich sogar ein Hinweis auf defekte Hardware).

Meine obige Aussage bezieht sich auf "Software von Heute": Auf einem
normales Desktop-System sollte man 4GB RAM haben, wenn man zeitgemäße
Software einsetzen will. Und glücklicherweise bekommt man nach wie vor
DDR2 Speicher, sodass man sogar Hardware von vorgestern noch
kostengünstig aufrüsten kann, wobei es irgendwann (nach ca 5-6 Jahren) 
auch einfach sinnvoller ist, eine komplett neue Hardware zu kaufen.

> > BTW: Wenn man im Hintergrund permanent Daten schaufelt, dann sind
> > *natuerlich* alle Caches irgendwann "gespült", d.h. man fährt immer so
> > als hätte man gar keinen Cache.
> 
> Ich bitte um Erläuterung.

Also das ist doch relativ einleuchtend: Angenommen du kopierst im
Hintergrund mit 10MB/sec (also sehr langsam) Daten von einem in ein
anderes Dateisystem, dann bewegst Du dabei 600MB Daten pro Minute.
Angenommen Du hast 2GB RAM, von dem 1.2GB nicht durch Programme belegt
sind, dann verlierst du alle 2 Minuten Deinen Cache, denn dieser ist mit
Daten gefüllt, die Du vermutlich nicht sofort wieder lesen willst -->
1.2GB Cache der sinnlose Daten enthält sind *kein* Cache.

Ich glaube(!) nicht, dass es "intelligentes" Caching gibt in der Form,
dass Bibliotheken und andere ausführbare Dateien im RAM gehalten
werden ausser für die Dauer, in der sie tatsächlich benötigt werden.

Gruß
Raphael
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Empfangen am 02.11.2012

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