Re: Empfehlung NAS: NFS?

Autor: Alexander Holler <holler_at_ahsoftware.de>
Datum: Fri, 01 Jul 2011 11:50:38 +0200
Am 01.07.2011 11:20, schrieb Alexander Holler:
> Hallo,
>
> Am 01.07.2011 00:52, schrieb Raphael Eiselstein:
>
>> Das Gerät soll mindestens haben
>> * Interne Platte, 1x 3.5" SATA / 300 (notfalls auch USB)
>> * NFSv3 an GBit-LAN, ich erwarte mindestens 30MB/sec
>> * stromsparend, d.h. soll die Platte schlafen legen, wenn kein
>> Netzwerkzugriff erfolgt.
>>
>> Ich will das Teil per Commandline oder Webinterface administrieren
>> können. "Seber bauen" will ich nur, wenn es nix fertiges gibt. Selber
>> bauen läuft am Ende fast immer auf zu viel Stromverbrauch hinaus.
>
> Quasi alle Platten können sich heutzutage selbst schlafen legen, wenn
> das BS nicht zugreift. D.h. auch ein Selbstbau sollte keinerlei Probleme
> bereiten. An stromsparenden (ARM-)Prozessoren mangelt es
> glücklicherweise auch nicht mehr. Die Teile verbrauchen fast alle
> weniger als 2W. Wenn man sich z.B. ein Linux bastelt, daß im RAM, NAND,
> SD-Card oder auf einem USB-Stick lebt, umgeht man auch das Problem, daß
> die Platte aufwacht, weil das BS auf root zugreift. Für ein wirklich
> simples System das man per command line bedient, reicht z.B. ein
> Linux-Kernel und busybox. Beides ist sehr einfach cross zu compilieren.
> D.h. ein 2W-im-Leerlauf-NAS-Gerät ist mit wenig Aufwand selbst zu
> basteln. ;)
>
> Für die Fritzbox gibt es ja auch etliche Anpassungen, da gibt es
> sicherlich auch was mit NFS. Evtl. ist die Box per NFS schneller.
>
> (Nur um dem Argument Stromverbrauch den Wind aus den Segeln zu nehmen)

Um etwas konkreter zu werden:

Von Seagate gibt es z.B. den Nachfolger des DockStar, FreeAgent GoFlex. 
Der bietet von sich aus zumindest CIFS per Samba und es sollte kein 
Problem sein, der Firmware auch NFS beizubringen. Ein eigenes Linux 
dafür ist, wie oben angesprochen, auch keine Kunst. So ein Teil hat 
GBit, SATA und USB und gibt es in diversen Ausführungen (z.B. das GoFlex 
Net Media).

Von TI und anderen gibt es diverse günstige OMAP-Boards. Die 
OMAP-Prozessoren dürften wohl zu den stromsparensten gehören, man hat 
aber das Problem, da etwas mit GBit-Netzwerk und/oder SATA zu finden.

Dann gibt es auch noch jede Menge Mediaplayer. Die meisten davon sind 
auch als simple NAS-Geräte nutzbar. D.h. nur nach dem Begriff NAS zu 
suchen ist, führt nicht unbedingt zur besten Auswahl.

Wenn es wirklich um Stromsparen geht, weil das Gerät die meiste Zeit 
nichts macht, würde ich einen Blick darauf werfen, was für ein Prozessor 
die Kiste hat (wenn kein Verbrauch angegeben ist). Viele NAS-Geräte 
werden z.B. als stromsparend angegeben, obwohl sie einen Atom-Prozessor 
haben. D.h. man landet da sicherlich irgendwo bei 10-20W im Leerlauf. 
Das mag zwar stromsparend im Vergleich zu bisherigen/herkömmlichen 
NAS-Geräten sein, ist aber sicherlich nicht das Optimum.

Gruß,

Alexander


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Empfangen am 01.07.2011

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