Re: Backupstrategie

Autor: Markus Hochholdinger <Markus_at_hochholdinger.net>
Datum: Fri, 30 May 2008 13:24:11 +0200
Hi,

Am Donnerstag, 29. Mai 2008 23:53 schrieb Werner Holtfreter:
> Am Donnerstag, 29. Mai 2008 17:41:04 schrieb Markus Hochholdinger:
> > ich bin mittlerweile an den Grenzen von diesem Backup-Konzept
> > (siehe auch http://lists.uugrn.org/uugrn/06/03/13079.html).
> > Folgende Optimierungen nutze ich momentan:
> > * reiserfs als Dateisystem für das Backup.
> >   Dieses benötigt weniger Platz für hardlinks als ext3.
> >   Außerdem lässt es sich (bei Bedarf) online vergrößern.
> ReiserFS nehme ich seit Jahren, für alles und ohne ein einziges
> Problem bisher.

das kann ich leider nicht bestätigen. Mir hat es das reiserfs (Version 3) 
schon zerlegt wenn ich einen neueren Kernel (auch reiserfs Version 3) 
gebootet habe und danach wieder den alten. Aber da das Backup bei mir sehr 
redundant ausgelegt ist, kann ich damit leben.


> > * Kein "cp -al" sondern rsync-Option "--link-dest" verwenden.
> >   Ein "cp -al" gefolgt von einem "rsync" ist ineffizient, da
> >   alle Dateien zweimal angefasst werden müssen was in ungefähr der
> >   doppelten Laufzeit resultiert (wenn nichtmehr alles in den
> >   Dateisystem-Cache passt). Stattdessen rsync mit der Option
> >   "--link-dest" auf das zuletzt gesicherte Verzeichnis verwenden.
> >   rsync erstellt dann hardlinks.
> "cp -al" entfällt also ersatzlos, wenn man von der zusätzlichen
> rsync-Option absieht.

Genau, mit der rsync-Option "--link-dest" entfällt das "cp -al".


> > * Kein "rm -rf", wenn möglich alte
> >   Verzeichnisse als Ziel verwenden. Das Löschen kann ganz schön
> >   viel Zeit in Anspruch nehmen. Deswegen verwende ich das älteste
> >   Verzeichnis, falls vorhanden, als Ziel für einen neuen
> >   rsync-Lauf. Gelöscht wird nur wenn mehr als die gewünschte
> >   Anzahl von Backup-Verzeichnissen vorhanden ist.
> Hört sich alles nach einer nützlichen Optimierung an.

Danke :-)


> Würdest du das Script zur Verfügung stellen? Man muss ja nicht alles
> neu erfinden. (Hier läuft bash.)

Ja, das mache ich gerne, allerdings ist dieses Backup-Script (backup.tgz) 
extrem auf meine virtuellen Server und den Logical Volume Manager ausgelegt.
Voraussetzung:
* Volume Group mit lvm verwaltet.
* Logical Volume backup pro Volume Group mit reiserfs oder ext3 formatiert.
* Logical Volumes in Volume Group werden über lvm snapshot gesichert.
Verwendung:
# cd /
# tar -xvzf /tmp/backup.tgz
Möglichkeiten:
* Das Logical Volume backup kann mit ext3 oder reiserfs formatiert sein.
* Zu sichernde Volumes können mit jedem Dateisystem das der Linux-Kernel
  versteht formatiert sein.
* Über Konfigurationen pro Logical Volume (/etc/backup/*) können auch (in der
  virtuellen Instanz) partitionierte block devices gesichert werden
  (z.B. Windows Partition mit ntfs: MOUNTOPTIONS="-o offset=32256,nls=utf8").
* Verschiedene Zeitintervalle können pro Logical Volume in (/etc/backup/*)
  konfiguriert werden.

Ich habe noch ein anderes, älteres, Backup-Script (admin.tgz). Das hat noch 
nicht alle Optimierungen erfahren ist aber für _echte_ Server verwendbar.
Voraussetzung:
* ssh Zugang zum Ziel-Server mit ssh key vom Server mit dem Backup-Script.
* ssh Zugang vom Ziel-Server zum Quell-Server mit ssh key vom Server mit dem
  Backup-Script.
Verwendung:
# cd /opt
# tar -xvzf /tmp/admin.tgz
# ln -s /opt/admin/program /usr/local/sbin/admin
# admin backup remote
[Hilfe wird angezeigt]
Möglichkeiten:
* Der Server von dem das Backup initiert wird muss (sollte!) nicht direkt
  vom Internet aus erreichbar sein.
* Der private ssh key muss nur auf dem Server auf dem das Backup-Script läuft
  vorhanden sein und damit jeweils ssh Zugang zu Quell- und Ziel-Server
  möglich sein.
* Der Quell-Server muss nur vom Ziel-Server erreichbar sein.
* Der Ziel-Server muss nur vom Server mit dem Backup-Script erreichbar sein.


-- 
Gruß
                                                          \|/
       eMHa                                              (o o)
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 Markus Hochholdinger
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Empfangen am 30.05.2008

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