Re: SATA Migration

Autor: Alexander Holler <holler_at_ahsoftware.de>
Datum: Mon, 31 Mar 2008 12:10:23 +0200
Werner Holtfreter wrote:

> Es gibt trägerlose Wechselrahmen für SATA mit 
> 
> | NSS (No-Scratch SATA) erlaubt >10.000x Laufwerkwechsel
> 
> Funktioniert die Kontaktierung ähnlich den Schwenkhebelfassungen auf
> alten EPROM-Programmiergeräten, also seitlich anlegen statt
> schieben?
> 
> Sind sie für häufigen Wechsel (täglich 1x) praktikabel?

Wenn man täglich wechselt, kommt man in 4 Jahren (Arbeitstage) auf keine 
1.000 Wechsel. Das verkraften sicherlich auch normale 
SATA-Stecker/Buchsen. Und falls nicht, so ein SATA-Kabel bzw. Buchse 
kostet nicht die Welt, und die betroffenen Stecker/Buchsen sind ja nicht 
die Dinger, die direkt auf dem Board oder Platte sitzen, d.h. sollte 
ohne Probleme auswechselbar sein. Das Prinzip bei SATA ist ja das 
gleiche wie bei USB, und da hat mir bisher noch kein Stecker oder Buchse 
den Dienst versagt. Wenn man sich die Teile so anschaut, sollte es auch 
recht lange dauern, bis mal so ein Kontakt wirklich durchgescheuert ist. 
Meine Vermutung ist, daß obiges NSS für irgendwelche Industriezwecke 
(Plattenkarusells o.ä.) gedacht ist, d.h. völlig overdosed für 
Otto-Normal-Anwendungen.

> Ich überlege, ob ich die nächsten Festplatten mit SATA kaufen
> sollte, obwohl mein Board A7V266-E noch kein SATA hat. Falls es 
> interessiert, hier die Anschlussmöglichkeiten im Vergleich. Die 
> Angaben beruhen teilweise auf Vermutung.

Evtl. findest du auch ein anderes Board das den gleichen Prozessor 
aufnehmen kann und SATA besitzt. Vorausgesetzt der Rechner läuft ohne 
Windows, das macht solche HW-Wechsel zu einem Alptraum (falls man es 
überhaupt hinbekommt), im Gegensatz zu Linux.

> PCI-SATA-Karte
> 
>   je nach Karte Hotplug möglich
> 
>   man gewinnt drei SATA Anschlüsse ohne PATA zu verlieren
> 
>   Probleme mit dem Kernel, wenn man die falsche Karte hat
>   http://linux-ata.org/driver-status.html

Die SATA-Stecker/Buchsen sind von sich aus schon so konstruiert, daß sie 
Hotplug-fähig sind. Hier geht es dann wirklich nur noch darum, ob der 
Kernel ein Wechsel mitbekommt und entsprechend reagiert. Das kann man 
evtl. auch auf Umwege erreichen (modul neuladen o. rescan anfordern).

Bei den heutigen Plattenpreisen von 50EUR für hunderte GB, muss man da 
aber eigentlich keine grossen Überlegungen anstellen. Ich würde bei 
ATA-Platten bis zu einem Systemwechsel bleiben. Im neuen System kann man 
die dann z.B. als Backup-Platten o.ä. nutzen.

Gruß,

Alexander


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Empfangen am 31.03.2008

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