Re: 3D Desktop...

Autor: Markus Hochholdinger <Markus_at_hochholdinger.net>
Datum: 21.04.2007
Hi,

Am Samstag, 21. April 2007 13:08 schrieb Werner Holtfreter:
> Am Samstag, 21. April 2007 01:07 schrieb Markus Hochholdinger:
> > ... wie heute gesehen zu finden unter:
> > http://beryl-project.org/
> Wird sich sicher durchsetzen, weil es nett aussieht, auch wenn

wie recht Du hast. Wenn ich gerade jemandem beryl zeige der keine Ahnung von 
Unix/Linux hat, dann will er es haben, komme was wolle. Sag ich: Das ist 
kompliziert und schwierig einzurichten ist das plötzlich egal. Wo man früher 
zig mal auf die Vorzüge von Linux hinweisen musste und bei jeder Kleinigkeit 
sofort ein "Das geht hier ja garnicht!" bekommen hat, hat man plötzlich eine 
ganz andere Ausgangsposition. Man sagt von vornherein, dass es schwierig ist 
und nix geht und alles kaputt macht usw. Die Leute wollen es trotzdem und 
bemühen sich sogar.
(Selbst erlebt: Wegen beryl haben drei Bekannte von mir die nicht viel mit 
Linux am Hut haben plötzlich Linux installiert nur um beryl zum Laufen zu 
bekommen.)

Mein Prognose: beryl bzw. diese ganzen 3D-Desktops werden die 
Killer-Applikation auf dem Linux-Desktop! So nutzlos sie auch (im Moment 
noch) sein mögen.


> ergonomischer Fortschritt weit weniger grafischen Aufwand
> erfordert. Es wäre doch schon viel gewonnen,
>  wenn Piktogramme mit der Erkennbarkeit, Aussagekraft (und dem Witz)
>  des DDR-Ampelmännchens statt naturalistischer Bildchen verwendet
>  würden,
>  wenn *alle* klickbaren Elemente eiheitlich gekennzeichnet würden,

Würde bedeuten alle müssten an einem Strang ziehen. Dies ist bei OpenSource 
garnicht so einfach. Erste Feldversuche dazu siehe: 
http://www.heise.de/open/artikel/86585


>  wenn überhaupt auf einheitliches Aussehen und Bedienung
>  allergrößter Wert gelegt würde,
> um nur wenige Beispiele zu nennen.
> Vor allem aber wünsche ich mir von der Zukunft, dass aufspringende
> Fenster (z.B. einer Fehlermeldung oder einer Terminerinnerung)
> nicht ungewollt quittiert werden können, wenn man gerade ESC oder
> Enter anschlägt oder mit der Maus an der Stelle klickt, über die
> sich das neue Fenster legt. Für dieses grundlegende Problem gibt es
> wohl mit "Aktivierungschutz" erste Ansätze, die aber die Benutzung
> erschweren.

Stichwort: Focus-Stealing-Prevention. Ich habe meinem Window-Manager gesagt 
dass er nicht einfach so neue Fenster aktivieren darf.
Das kann natürlich dazu führen dass ein Dialog "hinter" dem Hauptfenster 
unentdeckt bleibt und man sich wundert dass keine Eingaben mehr 
funktionieren. Dieser modale Dialog hat zwar kein Focus aber die Anwendung 
blockt bis sie Rückmeldung vom Dialog hat.
In den meisten Fällen funktioniert es aber wie gewünscht.


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Gruß
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 Markus Hochholdinger
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Received on Sat Apr 21 21:17:18 2007

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