Re: NSA half Microsoft bei der Vista-Entwicklung - Kooperation mit dem Geheimdienst

Autor: Alexander Holler <holler_at_ahsoftware.de>
Datum: 12.01.2007
Christian Weisgerber wrote:

> Amerikanische Behörden (inklusive der NSA, wage ich zu behaupten)
> und Firmen verwenden Microsoft Windows in großem Umfang und sind
> von dessen Verletzlichkeit unmittelbar betroffen.

Mag sein, aber die amerikanische Regierung betreibt wohl weniger 
Wirtschaftsspionage gegen amerikanische Firmen, was (heutzutage) 
durchaus zu den Aufgaben von Geheimdiensten gehört.

Ein anderer Punkt ist, daß amerikanische Behörden oder Firmen zum einen 
ganz sicher eher mitbekommen, wenn irgendwo bei denen etwas mit Daten 
schief läuft und zum anderen sich direkt dagegen wehren können 
(zumindest soweit es deren Gesetze erlauben). Was macht eine deutsche 
Firma, die plötzlich ihre Daten beim Patentamt in den Staaten 
wiederfindet (bitte nicht auf das Beispiel eingehen)? Man sieht ja 
schon, wie hilflos die EU bei der Sache mit SWIFT oder den Fluggastdaten 
handtiert. Ich würde behaupten, daß wenn in Europa so eine heimliche 
Abhöraktion stattgefunden hätte und bekannt geworden wäre, wären ganz 
sicher schon ein paar Klagen unterwegs.

> 
>> Auch das mögliche "Remote-Abschalten" einer Vista-Installation durch 
>> Microsoft ist imho ein sehr heikler Punkt.
> 
> Jack Bauer hat gerade noch zehn Sekunden Zeit Amerika zu retten,
> als seine Microsoft-Lizenz abläuft.

Ich kenne weder Jack Bauer, noch den Spruch und vermag von daher nicht 
dein Intention herauszuhören.
Aber wenn ein Rechner irgendwann seinen Dienst versagen kann, weil er 
einige Tage nicht "nach Hause telefonieren" durfte oder keine Antwort 
von dort bekam (warum auch immer), ist das ganz sicher ein Risiko, daß 
man einkalkulieren sollte, müßte oder sogar muss.

Gruß,

Alexander


-- 
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Received on Fri Jan 12 18:49:35 2007

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