Re: Planung Server, Switch, Festplatten

Autor: Christian Leber <christian_at_leber.de>
Datum: 11.05.2006
On Thu, May 11, 2006 at 05:41:02PM +0200, Stephan Gromer wrote:

> Ich vermute nun, das der IMAP-Server zukünftig eine erhebliche
> Festplattenlast und sekundär Netzwerklast für den Rechner nach sich
> ziehen dürfte. Dem Nadelöhr Netzwerk wollte ich dadurch begegnen, dass
> der Server eine Intel Pro 1000 MT (1 GBit/s) Netzwerkkarte bekommt und
> an den Cisco-Switch (Catalyst 2950) dann über dessen 1 GBit Kanal via
> 1000Base-T GBIC Interface Converter angeschlossen wird (Dosen+Kabel
> können 1Gbit). Die Clients laufen am Switch mit 100 MBit/s.
> Frage 1:
> Darf ich überhaupt darauf hoffen, das der Server dann tatsächlich mehr
> Anfragen pro Zeit schneller zu den Clients bringt?

Klar, mehr als 100mbit schafft das Ding wohl noch.

> Wenn ich also
> annehme, das z.B. zeitgleich Client 1, Client 2 und Client 3 jeweils
> eine andere Datei wollen und der Server nun jede der Dateien mit 12
> MB/s absendet (zusammen also 36 MB/s, was ich gelesen habe etwa real
> max. 50 MB/s über die Intels), kann der Switch dann diesen Input
> überhaupt voll an die Clients senden (also jeweils theoret. max 12
> MB/s)?

Der Switch hat obwohl er von Cisco ist wohl keine Probleme damit, ob
übliche IMAP Clients jeweils 12 MB/s anfragen ist eine andere Sache.

> Da durch den IMAP-Serverdienst sicher ständig irgendwelche kleine
> Dateien angefragt werden, die irgendwo auf der Platte liegen, wollte
> ich eine eigene gespiegelte Mailplatte einrichten, damit der übrige
> Datentransfer nicht leidet. Der Server hat aber nur 2 SATA-Plätze, die
> bereits belegt sind. Bleibt nur entweder ein anderes Board (daher vor
> kurzem die AMD64-Frage an Netzfort) oder aber eine Kontrollerkarte. Da
> das Board nur PCI und kein PCI-Express oder PCI-X hat, machen die
> teueren 3ware Kontroller IMHO wenig Sinn, so das ich eine billige
> SATA-Karte nehmen wollte. Nach den Tests die ich gelesen habe,
> scheinen die Silicon Image basierten Karten die geringste
> Prozessorbelastung zu liefern und recht performant zu sein.

Performant? Da ist PCI 32bit/33mhz dazwischen!

Du kannst ueber die e1000 im PCI Bus und Festplatten im PCI Bus maximal
40 MB/s erwarten, so als garantierte Obergrenze.

> Hat jemand eine der beiden Karten (iB 4300) im Betrieb und kann etwas
> zu Geschwindigkeiten/Stabilität/Schwächen sagen (Anm.: den Artikel in
> der aktuellen c't habe ich gelesen) oder kennt gute Alternativen.
> Bricht der Durchsatz ein wenn 2*2 RAID1-Platten daran hängen oder
> steigt die Prozessorlast überproportional?

Vergiss es einfach, kauf ein neues Board.

Ein nforce4 oder ein aktueller Intel Chipsatz sind IMO das mittel zur Wahl,
mit dem nforce4 koenntest du sogar eventuell den RAM weiterverwenden,
wenn du es arg billig brauchst.

Nforce4 Standard sind 2 PATA Channels und 4 SATA, es gibt aber auch Boards von
Gigabyte und MSI die haben gleich noch einen extra SATA Chip mit 4
weiteren SATA ports und einen weiteren GigE Port und kosten gerade mal
120 EUR oder so.
Bin mir aber im unklaren wie die angeschlossen sind.
Jedenfalls hat der nforce4 Chipsatz einen GigE der dann nicht ueber PCI
geht.

Wobei das Problem ist, dass die meisten billigen Boards scheinbar nur 3 GB
RAM unterstuetzen.

> Geplannt als Platte habe ich die Maxtor Maxline III, da sie für 24/7
> ausgelegt ist und 5 Jahre Garantie hat, auch wenn die Zugriffszeiten
> nicht berauschend sind. Mein Problem bei der Langlebigkeit ist der
> Begriff "Low duty" vs "high duty". Witzigerweise(?) ist die Maxtor für
> LowDuty angegeben hat aber eine non-recov. Fehlerrate von angbl.
> <1*10^15, wohingegen die Western Digital Caviar Raid-Editions für
> "High duty" ausgelegt sind aber nur 1*10^14 bieten.
> Frage 3:
> Welche vernünftig finanzierbare 24/7 Plattenalternative gibt es zur
> Maxtor? (Anm.: Umstellung auf SCSI ist defintiv zu teuer)

5 Jahre Garantie sind ja zwecklos oder willst du dann wochenlang ein
Array degraded laufen lassen?

Nimm 2 versch. Typen und tausch beide einfach in 2 Jahren aus, ich glaub
man sollte sich da nicht soviele Gedanken machen.

300 GB kosten jetzt 100 EUR.

Gruss
Christian Leber

-- 
  "Omnis enim res, quae dando non deficit, dum habetur et non datur,
   nondum habetur, quomodo habenda est."       (Aurelius Augustinus)
  Translation: <http://gnuhh.org/work/fsf-europe/augustinus.html>
Received on Thu May 11 20:24:01 2006

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