Re: NAS-Server, Linux und WLAN

Autor: Alexander Holler <holler_at_ahsoftware.de>
Datum: 27.03.2006
Stephan Gromer wrote:
> Ich spiele mit dem Gedanken, mir einen NAS-Server zu zulegen, der neben 
> der Festplatte auch noch andere Funktionen im Netz bereitstellt: Router, 
> Switch, Printserver, Mail und http-Server. Das System sollte unter Linux 
> laufen, modifizierbar sein und möglichst wenig Strom verbrauchen.
> Meine bisherige Recherche fiel auf die *Freecom FSG-3-Reihe, die einen 
> Linux-Kern haben und eine *Intel XSCale ARM9 CPU mit 266 MHz mit 64 MB 
> RAM besitzen [1]. Leider hat diese Version noch kein WLAN. Diese 
> Funktion kommt nach telef. Auskunft erst im September und kostet dann 
> wohl 60-80 Euro mehr (Liste).

Ein Epia verbraucht ohne Festplatte ca. 10-15 Watt und man hat einen 
vollständigen PC.

> So lange wollte ich eigentlich nicht mehr warten. Da die Kiste 4 
> USB-Ports hat, kam mir der naive Gedanke, den eh nur gelegentlichen 
> WLAN-Bedarf (Als Access Point) mit einem entsprechenden USB-Stick 
> abzudecken.
> Allerdings frage ich mich jetzt, ob die wohl eher i386-orientierten 
> Linux-Treiber sowie ggf. die zu ladende Firmware sich so problemlos für 
> den XSCale übertragen lassen.

Wenn du entsprechend Zeit investieren kannst und willst, kannst du auch 
einen Asus WL-500g Deluxe Router benutzen. Das Teil hat 4MB Flash, 32MB 
RAM und 2 USB 2.0 Ports. Mit Openwrt existiert eine fertige Linux 
"Distri", und mit relativ wenig Aufwand kann man sich das Teil so 
einrichten, das es sein root auf einer USB 2.0 Platte hat. Damit stehen 
einem dann fast alle Möglichkeiten offen. Wenn der Mail-Server nicht 
sein muss, braucht man sich nicht einmal den Aufwand mit Root auf der 
USB-Platte machen, router (inkl. vpn) switch, print- und http-server 
kann man ohne grössere Probleme auch in den 4 MB Flash unterbringen (ich 
habe das selbst so). Proxy passt auch noch, ftp und nfs sollten 
eigentlich auch noch rein passen. Für Samba und mail-software wird der 
Platz allerdings nicht mehr reichen, was bei Einsatz einer USB-Platte 
aber auch kein Problem darstellt. Mit der USB-Platte könnte man sich 
sogar ein ARM-Debian installieren und hat eigentlich "nur" noch die 32MB 
als Engpass.

Welche Lösung man favorsiert hängt also eigentlich von Zeitaufwand ab, 
die Epia-Lösung ist etwas teurer (Netzteil, Gehäuse), dafür spart man 
Zeit hat einen vollständigen PC und kann jede Distri benutzen. Die 
Router-Lösung ist günstig, kostet aber mehr Zeit und die Flexibilität 
ist eingeschränkt.

Die Arbeit einen WLAN-Treiber auf eine andere Architektur anzupassen 
würde mir daher nicht machen, sondern lieber gleich einen WLAN-Router 
nehmen.

Gruß,

Alexander
Received on Mon Mar 27 13:29:38 2006

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