Re: Linux, network root filesystems

Autor: Johannes Walch <j.walch_at_nwe.de>
Datum: 11.01.2006
Markus Hochholdinger wrote:
> Am Montag, 9. Januar 2006 17:09 schrieben Sie:
> 
>>Ich kenne noch das hier:
>>http://www.drbd.org/
> 
> 
> sehr guter Ansatz. Hast Du damit Erfahrung? Was mir daran nicht so gut gefällt 
> ist dass man Heartbeat benötigt. Mir scheint das sehr kompliziert zu sein. 
> Mir gefallen ausgereifte und einfache (transparente) Lösungen am meisten.

Ja habe ich. Ich fand es nicht besonderst kompliziert, hearbeat ist 
relativ einfach einzurichten (und generell ein gutes tools für alle HA 
Sachen) und sehr stabil. DRDB war auch nicht sonderlich kompliziert und 
läuft hier z.B für einen Mailservercluster sehr stabil.

> Was hier jetzt nicht angesprochen wurde ist: Wie kommt ein virtueller Server 
> an seine Boot-Dateien heran?
> Hierfür habe ich mir überlegt wäre GFS von Vorteil. Block-Devices von den 
> Storage Servern können für GFS auf dem Hardware Server genutzt werden. Somit 
> sind die Boot-Dateien auch auf allen Hardware-Servern verfügbar (dauerhafte 
> (live) migration einfacher möglich) und trotzdem ausfallsicher.
> Und wenn man es noch weiter spinnt, dann könnte man für legacy Systeme die nfs 
> benötigen einen nfs-Server auf den Storage Servern einrichten, welcher 
> Dateien vom GFS freigibt. Damit würde zwar beim Ausfall eines benutzen 
> nfs-Servers dieses legacy System hängen, könnte aber ohne viel Zeit- und 
> Datenverlust gegen den alternativen nfs-Server gestartet werden, welcher Dank 
> GFS ja dieselben Daten hat.

Oder in einer Lösung wo Du keine Storage-Server hast sondern halt nur 
einen "Fileserver-Cluster" mit DRDB kannst du per heartbeat das alles 
überwachen und bei Ausfall einfach auf dem "secondary" Server den NFS 
hochziehen (automatisch).

Bleibt das Problem, dass die virtuellen Server abstürzen/hängen. Lässt 
sich evtl. durch NFS auf eine virtuelle IP lösen, die dann vom secondary 
übernommen wird, wobei ich den Übergang hier sehr unsauber finde, da 
aber auf dem absoluten "root" system wohl keine Daten geschrieben werden 
sollten evtl. möglich. Alternativ würde ich lieber von NFS booten und 
das root System (kann ja sehr klein sein) in eine RAM-Disk kopieren, 
ähnlich wie das bei CD/Flash Distributionen gemacht wird.

> Wo ich mir noch nicht ganz sicher bin: Was passiert wenn ein iSCSI Gerät 
> "hängt". Wie reagiert das RAID1? Bleibt das auch "hängen"? Benötigt man evtl. 
> dafür doch Heartbeat um zu erkennen wann ein iSCSI Gerät ausgefallen ist?

Da sollte eigentlich kein Unterschied zu dem Fall sein wo eine 
Festplatte "hängt" oder besser gesagt Fehler produziert. Heartbeat hilft 
  Dir da nicht viel, das ist ja nur ein framework. Was Du evtl. brauchst 
ist die Möglichkeit per Software zu erkennen ob iSCSI Geräte ausgefallen 
bzw. in Ordnung sind, aber das muss ja eher der Treiber übernehmen.

--
johannes walch
Received on Wed Jan 11 10:22:03 2006

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