Re: Literaturverwaltungprogramm Bibliographieprogramm (Bibus)

Autor: Stephan Gromer <stephan.gromer_at_gmx.de>
Datum: 28.10.2005
Hallo Zusammen,

So jetzt nochmal etwas ausführlicher:

> da ich das OpenOffice 2.0 jetzt sowohl unter Suse 9.2 als auch Windows 2000
> installiert habe und jetzt daran gehen will, ein einziges 
> Literaturverwaltungsprogram zu nutzen,

In dieser Situation gibt es eigentlich keine ernsthafte
Alternative zu Bibus, da es AFAIK kein anderes
Literaturverwaltungsprogram gibt, dass sowohl beide Betriebssysteme als
auch OpenOffice unterstützt. Eigentlich ist Bibus derzeit wohl das
einzige Programm, dass eine echte Kommunikation mit OOo aufnimmt.
JabRef kann das nur über einen Export und Endnote (über CrossOver oder
Wine) nur (zumindest bis 7.0) über eine Bearbeitung der .RTF-Datei.

Bibus ist in Python geschrieben. Das hat Konsequenzen:
a) Es ist Plattformunabhängig
b) Da die OOo Python-UNO-Bridge eine bestimmte Pythonversion benötigt
muss eben auch diese installiert sein.
c) Es nutzt die wxPython. Auch hier wird eine spezielle Version
benötigt.

Bibus speichert die Daten nicht wirklich selbst sondern nutzt die
Dienste von entweder MySQL oder SQlite. Auch diese müssen installiert
sein. Für die Kommunikation wird ein ODBC-Schnittstellenprogramm
benötigt.

Das speichern in der Datenbank ist insbesondere für größere
Einrichtungen interessant, weil es eine zentrale Literaturdatenbank
erlaubt für die Bibus quasi nur das Frontend ist. (Wenn ich doch noch
länger hier arbeiten sollte werde ich das mal in Angriff nehmen...).
Auch erlaubt diese Form der Speicherung sicher auch noch andere
Zugriffe/Abfragen und ist sicher für einen Einsatz mit Linux und
Windows mit einem zentralen (SQL)Server ideal.

Die Installation ist unter Windows etwas nervig, da man erst sämtliche
benötigten Zusatzprogramme zusammensuchen muss (ich kann bei Interesse
meine "Sammlung" gerne weitergeben).
Für Debian und Ubuntu gibt es Packete die sich sicherlich für
RPM-System konvertieren lassen (habe ich aber noch nicht gemacht). Die
neue Version hat mit CVS erkennbar schon die Debian-Packetstrukturen.

Da wohl viele bisher mit Endnote gearbeitet haben, dürfte es etwas
Umstellung geben. Es gibt nur 1 Fenster in dem Links eine Struktur der
Referenzen ist, was den Fenstern in Endnote entspricht. Man kann
PubMed online abfragen und diese Referenzen erscheinen dann unter
Import. Sie müssen dann angewählt und mit Click and Drop auf
"Referenzen" übertragen werden. Eine neue Anfrage löscht die zuvor von
Pubmed geholten Referenzen (wenn man sie nicht wie o.g. kopiert hat).

Endnotereferenzen können wohl importiert werden, was mir aber nicht
gelungen ist (habe es aber auch nur kurz versucht).

Die neue version hat auch ein Deutsches GUI (wenn es auch noch ein
paar Französische Überbleibsel gibt).

Referenzen werden in Bibus markiert und mit einem Klick in das
aktuelle Writer Dokument eingefügt. Die Referenzen werden automatisch
beim nächsten Einfügen aktualisiert. Der Outputstyle ist frei
veränderbar. Einige Vorlagen werden bereits mitgeliefert.

Kurzum, wenn man den Preis für Endnote kennt und weiss wie lange die
Jungs Zeit hatten, muss man Bibus noch viel höher schätzen: Es ist
kostenlos, der Autor reagiert auf Anfragen und für gerade mal etwas
mehr als ein Jahr schon auf der Überholspur.

LG
 Stephan

Nutzung:
Ein Import


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Stephan Gromer, MD. PhD.
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Received on Fri Oct 28 10:35:55 2005

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