Am 27.03.'05 schrieb Christian Weisgerber:
> Jens Mayer <uugrn@jensmayer.de> wrote:
>
> > Im Gegensatz zur klassischen "Links-Rechts"-Ortung, die in der Hauptsache
> > durch Pegeldifferenzen und interaurale Laufzeitunterschiede festgemacht wird,
> > ist für das "Vorne-Hinten-Hören" (wie auch für "Oben-Unten") die Ohrmuschel
> > verantwortlich, die durch ihre individuellen Vertiefungen und Erhebungen den
> > Schall je nach eintreffender Richtung verfärbt.
>
> Ich bin skeptisch. In der Praxis sind wir nicht von Normtönen
> umgeben, deren Veränderung entsprechend Aufschluss über ihre Position
> geben würde, sondern von unbekannten Ausgangssignalen, für die kein
> Vergleich vorhanden ist - ob ich ein Urmensch in der Steppe bin,
> der das Knurren eines Löwen hört, oder ein moderner Kinogänger und
> quietschende Reifen.
Mach doch mal einen Selbstversuch, stelle dich an eine Strasse, mach die
Augen zu und versuche zu orten ob die Autos von hinten oder von vorne auf
dich zukommen. Wenn du keinen Unterschied hoerst, spar dir das Mehrpreis
fuer Surround.
Bye
Michael
--
Michael Lestinsky Max-Planck-Institut fuer Kernphysik
michael.lestinsky@mpi-hd.mpg.de Saupfercheckweg 1; 69117 Heidelberg
Phone +49 6221 516-504 Fax: -602 http://www.mpi-hd.mpg.de
Received on Tue Mar 29 09:08:32 2005