Hi,
On Fri, Feb 11, 2005 at 06:45:44AM +0100, Raphael H. Becker wrote:
> BTW: Diese unentspannte Lizenz-Politik hat mich bisher immer von debian
> abgeschreckt, zB daß Software wie mplayer ausgespart bleibt, weil es aus
> verschiedensten Quellen teilweise sogar DLLs integriert. Na und? Die
> meisten nutzen privat auch noch Windows nebenher und würden dort
> bedenkenlos "Shareware" oder "Freeware" verwenden. Wer das nicht haben
> will, kann es ja sein lassen ("DEBIAN_LICENSING=strict").
Das ist doch genau der Grund, warum es neben der Sektion "main" (nur
freie Software) auch noch "contrib" und "non-free" gibt. Und bei der
letzten Abstimmung (http://www.debian.org/vote/2004/vote_002) zum
Thema non-free wurde auch beschlossen das so beizubehalten, weil es
halt viele wollen. Und wer "strict" sein möchte installiert nur "main"
(ist auch default, man wird aber gefragt, ob man die anderen Teile
auch haben möchte).
> Stattdessen gibt es etliche "Geheimtipps", wie sich der ambitionierte
> debianer seinen mplayer selbst bauen kann, irgendwelche Shellscripte und
> Hacks drumherum.
deb ftp://ftp.nerim.net/debian-marillat/ testing main
Die Pakete baut ein Debianer, die Qualität ist dementsprechend
gut. Hier kann auch glücklich werden, wer unbedingt den acroread haben
möchte.
Zu finden ist das z.B. über http://www.apt-get.org/. Und btw: xine ist
in "main" drin. Bei dem verstehe ich nur nicht ganz, warum er ohne
Windows-DLLs manche Filme auf x86 nicht abspielen möchte die er aber
auf meiner Alpha ohne Mucken zeigt...
Habe ich das eigentlich richtig verstanden, dass der xine bei SuSE
auch aus rechtlichen Gründen den ffmpeg-Teil nicht enthält?
> Klar, dass man keine mplayer-Binary-Packages auf seinen
> Servern haben will. Aber wieso nicht ein .deb anbieten, was ein
> Shellscript/Makefile/whatever enthält, was mplayer auf debian kompiliert
> und sauber installiert? Das Shellscript/Makefile selbst könnte selbst ja
> unter GPL oder einer freien Lizenz stehen, um den Guidelines zu genügen.
Es kann auch jemand hingehen und wie für pine ein solches Paket
schreiben. Hat aber halt noch keiner gemacht, vermutlich, weil alle
die obigen Binärpakete verwenden.
Auch bei den nicht-freien nVidia-Treibern gibt es nette Pakete, die
einem das Selberbauen erleichtern. Es ist also nicht so, als gäbe es
das prinzipiell bei Debian nicht, der mplayer ist halt ein
Spezialfall.
> ... .oO( wenn ich jetzt von "BSD-Ports" anfange zu schreiben, dann heisst
> es wieder "militanter BSDler" ;-) )
Dann heisst es von meiner Seite nur: apt-build, das auch einen
"world"-Modus besitzt. Und um einzelne Pakete nachzubauen reichen die
Bordmittel mit "apt-get source" und "dpkg-buildpackage" vollkommen
aus. Dank der build-dependencies keine grosse Sache.
Gruss
Thimo
Received on Fri Feb 11 17:38:43 2005