On Fri, Jan 14, 2005 at 10:34:57AM +0100, Johannes Walch wrote:
> Aber warum tut dann die Tapelibrary nicht einfach so als wäre das ein
> einzelnes tape à la RAID System? Zumindest optional wäre das doch für genau
> diesen Fall praktisch.
Auf den ersten Blick mag das stimmen, auf den zweiten Blick leider
nicht. Ja, die Library kennt einen Modus, in der sie ein "großes"
Bandlaufwerk simuliert, d.h. den Roboter nicht mehr vom Host aus steuern
läßt, sondern über die interne Logik. Damit würde der ganze Roboter wie
ein 360GB / 720GB DLT erscheinen.
Das ist insofern unpraktisch, als daß ich die 9 Bänder aufgeteilt habe
in "Backup" und "Archiv", das Backup läuft auf die ersten 6 Bänder, die
man auch bequem von vorne wechseln kann, die hinteren drei Bänder sind
Archiv und Cleaning Tape und werden idR nicht gewechselt.
Ich habe nur ein begrenztes Kontingent an Bändern (45 Stück), und da ist
es mir lieber, daraus 7 Bandsätze à 6 Bänder (plus 2 fürs Archiv) zu
haben, als 5 Bandsätze à 9 Bänder, zumal eine Wochensicherung derzeit
auf 5 Bänder passt.
Damit ist der Betriebsmodus "großes Virtuelles Tape" gestorben.
> aber der dump einer einzelnen Partition muss immer noch auf ein Band passen.
Und genau diese Einschränkung macht es nach wie vor unbrauchbar für
mich. Die größten dumps haben (unkomprimiert) zwischen 90GB und 110GB,
eine Partitionierung ist nicht mehr drin, denn ein Teilprojekt belegt ca
50GB (Tiff und PDF) und ist nicht teilbar.
Ich müsste also, abgesehen von der erheblichen "Rucksack"-Problematik,
außerhalb von amanda dafür sorgen, daß ich die fraglichen Dumps splitte
und dann komm ich ganz schnell dahin, wo ich gerade bin, d.h. überlasse
das Splitten und Multivolume tar, was ich als "Containerformat" für dumps
oder tars verwende.
Es ist halt dumm, dass ich im tar, was ich auf die Bänder schreibe,
gepackte dumps oder tars habe. D.h. ein direktes Entpacken von Band ist
nicht möglich. Wenn ich eine einzelne Datei aus einer Partition eines
Servers brauche, dann muss ich das fragliche Archiv zunächst komplett
mittels tar von den Bändern holen, entpacken und dann nochmal mit tar
oder restore das file dort rausholen. Im Zweifel kann das mehrere
Stunden dauern, Spulzeiten und Lesegeschwindigkeit des Tapes ... und
im Zweifel (Murphy!) hohe 2stellige GBytes pro Archiv.
Genau aus diesem Grund bin ich mit meiner aktuellen Backup-Strategie
unzufrieden.
MfG
Raphael
PS: tar meint hier immer GnuTAR!
--
Raphael Becker http://rabe.uugrn.org/
http://schnitzelmitkartoffelsalat.uugrn.org/
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Received on Sat Jan 15 03:18:36 2005