Hallo, Werner.
Ein frohes Neues Dir und allen Listenlesern!
Werner Holtfreter schrieb:
>Am Mittwoch, 29. Dezember 2004 18:22 schrieb aXL:
>
>
>
>>ich glaube, Du sitzt einem Fehler auf, der hauptverantwortlich
>>für die zähe Verbeitung von Linux ist.
>>
>>
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>Verbreitet es sich zäh oder gewinnt es derzeit kräftig Marktanteile?
>
>
Wie kräftig, weiß ich nicht. Mir würde es noch etwas kräftiger sehr gut
gefallen. :)
>>Kannst Du Dir vorstellen, dass es Computerbesitzer gibt, die
>>Software nicht als Selbstzweck betrachten, sondern als Werkzeug?
>>
>>
>
>Hier ist so einer.
>
>
Sind wir schon zwei auf der Liste. :)
>>Daher kommt mein Fazit, dass Linux auf dem Server gut aufgehoben
>>ist, nicht aber auf dem Desktop.
>>
>>
>
>Was du da erlebst ist untypisch. Keine Ahnung woran das liegt, aber
>ich habe hier auch schon Hardwarefehler gefunden. Die Distris wie
>
>
Ich muss Linux und KDE insoweit verteideigen, dass es anscheinend
wirklich hauptsächlich an Hardwaredefekten lag. Ich sitze jetzt an einem
geliehenen Rechner, während meine Workstation gerade überprüft wird. Der
Speicher der Workstation hat auf jeden Fall einen Treffer, dem Mainboard
traue ich inzwischen auch nicht mehr.
>SuSE u.ä. lassen sich heute von einer grafischen Oberfläche aus
>problemlos installieren und einrichten. Du kannst die
>Grundfunktionen, einschließlich des kompletten Desktops mit seinen
>Programmen benutzen, ohne die Konsole zu kennen.
>
>
Es gibt einige Bereiche, wo die Konsole einer GUI überlegen ist. Ich
lehne sie nicht prinzipiell ab, aber der Schwerpunkt meiner Arbeit, das
Schrauben an Bildern, passiert naturgemäß auf einer GUI.
>Allerdings: Wenn du Pech hast, dann wird deine Hardware nicht
>automatisch erkannt und du hast etwas Arbeit, sie zum laufen zu
>bringen. Noch immer legen die Hardwarehersteller mehr Wert auf
>Treiber für Windows als für Linux. (Du weißt ja: Die
>Hardwaretreiber für Windows schreibt der Hardwarehersteller!) Dann
>ist fremde Hilfe angesagt oder Lernen. Aber das war doch beim
>Einstieg in Windows ebenso: Wenn es nicht lief, hat man bei
>Kollegen nachgefragt.
>
>
Ich achte schon länger auf Linux-taugliche Hardware
(Matrox-Grafikkarten, 3Com-LAN-Karten, SCSI-Scanner etc.). Jetzt
verschiebt sich mein Augenmerk zusätzlich auf Hersteller, bei denen ich
bessere Qualität zu finden hoffe. Ist leider nicht ganz einfach und kann
sehr schnell üble Lücken ins Budget reißen.
>>Es ist nach wie vor noch eine Herausforderung, einem System, das
>>in seinen Grundlagen auf 40 Jahre alter Technik beruht, Ergonomie
>>beizubringen.
>>
>>
>
>Ich habe mir sagen lassen, dass sich Betriebssysteme sehr langsam
>entwickeln und eine lange Lebensdauer haben. Mit Ergonomie hat der
>Kernel (und der ist ja hier in erster Linie angesprochen) kaum
>etwas zu tun. Die Ergonomie (so wie sie heute meist verlangt wird)
>liefert der grafische Desktop.
>
>
Stimmt. Meine Kritik hätte mehr auf KDE zielen müssen, und das ist
definitiv keine 40 Jahre alt. :)
>>Die Dominanz von Windows kommt hauptsächlich durch das extrem
>>aggressive Marketingverhalten von MS - aber zu einem nicht
>>unerheblichen Teil auch daher, dass einige Abteilungen in Redmond
>>durchaus darauf hören, was der stinknormale Benutzer eigentlich
>>von seinem Computer erwartet.
>>
>>
>
>Sehe ich auch so.
>
>
>
>>Genau das sollte sich die
>>Linux-Entwicklergemeinde vielleicht noch genauer ansehen. Ich
>>weiß, dass es eine Menge guter Ansätze gibt. Aber ich halte das
>>Erreichte noch nicht für geeignet, um den Benutzer in die Lage zu
>>versetzen, dass er sein Linux-System ohne "Geheimwissen"
>>betreiben kann.
>>
>>
>
>Doch, betreiben kannst du Linux/Unix problemlos. Zum Administrieren
>gehört ein wenig mehr dazu, das stimmt. Es ist unter Win leichter,
>
>
Für mein Verständnis gehört das Administrieren zum Betreiben dazu. Als
einzelner, womöglich freiberuflicher User kann ich mir keinen
Administrator leisten, der bei Problemen kommt und mir die Maschine
wieder gangbar macht.
>ein Programm zu installieren und diese Tatsache, für sich genommen,
>ist ein Vorteil. Doch was kommt danach? Ist das Konzept geeignet,
>Programme wieder sauber zu entsorgen oder wird das BS mit jedem
>neuen Programm immer langsamer und instabiler? Das waren die
>Themen, die mich zu Linux gebracht haben.
>
>
Exakt das ist einer der Punkte, die auch ich an Linux liebe.
Bis bald,
Axel
Received on Sat Jan 1 18:21:54 2005