Re: FreeBSD und portupgrade -afO

Autor: Raphael H. Becker <Raphael.Becker_at_gmx.de>
Datum: 17.12.2004
On Thu, Dec 16, 2004 at 06:33:06PM +0100, Rainer Fleischhacker wrote:
> Habe ich da vielleicht was falsch verstanden? Wie macht ihr eure Updates?

Also vorweg: Du möchtest weder -f noch -O standardmäßig verwenden.
mit -f baust du alle Ports neu, auch die, die sich nicht geändert haben
und mit -O sagst du, daß Du alle Warnungen und Inkonsistenzen ignorierst
und auf gut Glück drauflos kompilierst.


Nach dem Update der Ports (/usr/ports) mit cvs und/oder cvsup bau ich
mir erstmal den INDEX(-5) frisch. Das dauert zwar ne weile, allerdings
läuft das bei mir per cron, da stört das nicht. Ist auf diese Weise max
1 Tag alt. Das geht übrigens mit portsdb -Uu ganz gut.

Mit portversion -vl "<" überprüfe ich zunächst, welche Ports überhaupt
aktualisiert werden müssen. Wenn da Schwergewichte wie Mozilla oder
OpenOffice oder Java dabei sind, schau ich, ob sich die Port erheblich
oder nur marginal veraendert hat (patchlevel oder so), ggf steht was
dazu in /usr/ports/UPDATING

Manchmal kann es vorkommen, daß sich dependencies aendern oder
dazukommen. Dann muss man zunächst mit pkgdb -F mal ran, idR wird man
aber drauf hingewiesen, wenn es soweit ist. Ggf muss man einen Port
nachinstallieren.

Im cron-job habe ich auch den automatischen download der distfiles mit
drin, denn nix ist nerviger als ein vim-Port, der seine 2342 Patches aus
Japan saugt. Sofern die Ports also konsistent sind, läuft das 
portupgrade -arF auch sauber durch. Damit habe ich eigentlich täglich
frisch alles, was ich brauche.

Ports werden bei mir weiterhin haendisch gebaut, das zu automatisieren
wäre ... hmm, mutig.

Falls ich nach Prüfung mit portversion -vl "<" zum Ergebnis komme, daß
ich einfach alles updaten will (was veraltet ist), dann tut es meist 
ein portupgrade -arp, wobei das "p" optional ist. "-O" sollte man nur 
nehmen, wenn man genau weiss, was klemmt und man es später selbst 
behebt, im Regelfall sollte man ohne -O auskommen.

Sollten nicht alle (veralteten) port aktualisiert werden muessen, so 
empfiehlt sich die Ausgabe von portversion -vl "<" zu nehmen und mit 
copy-paste alle ports anzugeben, die aktualisiert werden sollen, 
wildcards sind möglich, zB

portupgrade -r "kde3*" "mplayer-*"

Falls irgendwas klemmt, ist pkgdb -F ganz hilfreich, zB wenn diverse
dependencies auf apache13 gehen und man aber apache13+mod_ssl
installiert hat. Das kann man getrost neu verknpüfen, ggf mit "[a]ll".

Es gibt immer wieder mal kniffelige Fälle, besonders wenn man täglich
updatet ist die chance, einen Bug zu erwischen, sehr gross. Da hilft
evtl nur einen Tag abwarten oder selbst Hand anlegen. Das ist dann aber
grundsätzlich im Einzelfall zu bewerten. Standardrezepte gibts da keine.

Im seltenen Fall, daß man aufgrund von Binärkompatiblitäten alle ports
neu bauen muss oder will (zB wenn man 5.x aus der Pre5.3-Release-Phase
auf 5.3-RELEASE gezogen hat), dann sollte abgesehen vom upgrade der
ports ein einfaches "portugrade -af" ausreichen. Das kann dann je nach
Leistung des Rechners un Umfang der installierten Ports durchaus mal
mehrere Tage brauchen (PIII 800 / 768MB hat es in knapp 48h gepackt,
incl KDE3, OOo, Mozilla 1.7, JDK 1.4 ... )

MfG
-- 
Raphael Becker                                    http://rabe.uugrn.org/
                            http://schnitzelmitkartoffelsalat.uugrn.org/
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Received on Fri Dec 17 00:44:09 2004

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