Hi
Timo Zimmermann wrote:
> Also bei uns in der Schule wird es schon arg knapp, wenn die 15 Leute
> nur parallel surfen. (Ohne Downloads)
in der c't vom Montag ist ein Dorf beschrieben, das sich gemeinsam
eine DSL Verbindung teilt. Sicher ist das mit deutlichen Einschränkungen
verbunden, aber wenn Bandbreitenmanagment dazukommt bleibt für die
interaktiven Dienste wahrscheinlich mehr als 56k Modem speed übrig.
>>> Bis Hardware usw. sich gerechnet hat dauert das aber schon eine gute
>>> Zeit.
>>
>> Auch das kommt darauf an, mit wievielen Leuten man sich eine
>> Internetverbindung teilt.
>
> Ja aber die Hardware wird deswegen nicht billiger.
> Rechnen wir mal mit DSL ca. 30Eur im Monat. Stimmt das?
Diese Kosten fallen nur für die Knoten mit Internetzugang an,
dort allerdings (flott, Flatrate) vielleicht 10Euro mehr.
> Accesspoint im Clientmodus: ca 80Eur
> Antenne: ca 50Eur
Je nach Nähe zum Nachbarn reichen die mitgelieferte Stabantennnen,
wer selber basteln will bekommt mit einer Konservendose (kein Scherz)
und etwas Draht schon eine recht gute Antenne hin.
Für 50 Euro bekommst Du Antennen mit so hohem Gewinn,
das es längst illegal ist.
> Kabel (zum Rechner / Switch und zur Antenne): ca 20Eur
Je nach Nähe zum Nachbarn entfällts. Mit Power over Ethernet kann
der WLan Router auch sehr nahe an der Antenne montiert werden, dann
fallen nur die Kosten für RJ45 Kabel an (knapp ein Euro/Meter).
> So sind das ca. 150Eur für die Grundausstattung.
> 5 Monate DSL.
> Wenn er jetzt nur etwas surfen will und / oder SSH verwenden will,
> reicht ihm auch ein ISDN-Anschluss. Das kommt dann vielleicht auf 10Eur
> im Monat, wenn er ja nur geringe Surfkosten hat.
> Das wären dann 15 Monate.
> Und dabei ist noch kein Geld für die Internetverbindung über WLan
> bezahlt.
Du hast bislang die Situation eines Knotens mit Internetzugang
berechnet, auf diesen einen Knoten könnten aber 1..20 (je
nach Ansprüchen) andere Knoten kommen für die der DSL Anteil
jeweils entfällt.
Je nach Annahmen kannst Du damit leicht eine Win-Win Situation
errechnen (d.h. jeder der Teilnehmer hat einen Vorteil)
>> Wenn man die Antennen auf das Dach stellt hat man oftmals schon ganz
>> gute Verhältnisse.
>
> Was sind gute Verhaltnisse? Du brauchst zwischen den einzelnen Punkten
> Sichtverbindung. D.h. du wirst mit Funkmasten arbeiten müssen.
> -> Die brauchen dann ab einer bestimmten Höhe wieder einen
> Sondergenehmigungn und müssen abgenommen werden, dass sie Sturmfest
> sind. => zusätzliche Kosten.
Die man nicht ausgeben wird, denn wenn eine Verbindung notwendig würde,
die ähnlich teuer ist wie die Gebühren eines DSL Anschlusses,
würde man die Zellen nicht verbinden. Dadurch haben die Antennenkosten
eine Art natürliche Deckelung.
Idealerweise ist die Interessentendichte so hoch, dass nur für
einzelne Teilnehmer ein hoher Antennenaufwand entsteht.
Unterm Strich verdienen Telecom und Internetprovider deutlich weniger,
dieses Geld bleibt dann in den Taschen der Nutzergemeinde.
Dem einzelnen Nutzer bleibt weniger Bandbreite und er
hat wohl nicht die gleiche Verfügbarkeit des Internetanschlusses
aber er hat gegenüber einem eigenem DSL Anschluss im Prinzip etwa
(250/Teilnehmerzahl) Euro pro Jahr gespart.
Nicht verkehrt oder?
Frieder
Received on Sat Oct 2 19:00:32 2004