Re: Zeilenumbruch (war Re: Zeichenprobleme unter X) (fwd)

Autor: Thimo Neubauer (thimo_at_debian.org)
Datum: 14. Mar 2004


On Sun, Mar 14, 2004 at 12:45:30PM +0100, Alexander Holler wrote:
> --On Sonntag, März 14, 2004 10:39:29 +0100 msdemlei_at_cl.uni-heidelberg.de
> wrote:
> >Nochmal: Mit breiten Zeilen verletzt du etwas wie einen informellen
> >Standard (die Netiquette). Als Aktionsform, um die Annahme eines
> >neuen Standards durchzusetzen, ist das vielleicht erlaubt. Aber
> >dann solltest du besser gute Argumente haben, warum der alte
> >Standard Mist ist ("meine Terminals sind immer 240 Zeichen breit"
> >ist nicht überzeugend) und konkrete Vorstellungen haben, wie die
> >Probleme, die der alte Standard halbwegs befriedigend gelöst hat,
> >in deiner schönen neuen Welt gelöst werden.
>
> Die Lösung ist ganz einfach und wird von so gut wie jedem Mailreader
> beherrscht. Zeilenumbrüche macht man nur bei Absätze oder zur korrekten
> Formatierung von Aufzählungen, Quelltext o.ä. Ansonsten tippt man einfach
> seinen Text runter. Was ist daran so schwer? Ich mach das so seit sicher
> 10a ohne Probleme.

Und dieses Ergebnis schickst Du dann durch einen Formatierer? Da habe
ich hübsche Erfahrungen mit gemacht: für ein Handbuch, das
semesterweise überarbeitet wird, habe ich ein Skript geschrieben, das
regelmässig die Artikel an die Betroffenen verschickt. Da der Text aus
XML kommt, muss ich ihn irgendwie in Form bringen. Das Perl-Modul
Text::Autoformat macht das schon nicht schlecht (die Doku zeigt auch,
wie komplex das Thema ist, kannst Du Dir mal ansehen), aber leider
erkennt er dann immer mal fälschlicherweise Einrückungen und rückt
danach den ganzen Absatz ein... Geschriebener Text ohne
Formatanweisung ist einfach nur nach Interpretation des Inhalts
formatierbar.

Ach ja, wie die folgende übliche Form der Fehlerkorrektur auf
Mailinglisten nach der Autoformatierung klappen soll ist mir
schleierhaft:

| Bla Bla Bindtext Bla Bla
           ^-- da fehlt ein "l"
 
> Und die Erkenntnis, daß in Zeiten grafischer Oberflächen, drehbarer
> Monitore, Palms, Handys und was weiß ich, was noch alles zum Lesen von
> E-Mails taugt, das Ausgabeformat nicht mehr vorhersehbar ist, sollte
> wirklich nicht allzu schwierig sein.

Reiner Text ist für eine solche Vielzahl von Ausgabegeräten nicht
geeignet. Daher gibt es für das plattformunabhängige Layout ja auch
HTML bzw. XML mit CSS (wobei gerade CSS ja so ausgelegt ist, dass man
für jedes Gerät ein anderes Stylesheet benutzen kann, die
allseligmachende Lösung scheint es nicht zu geben)

Gruss
  Thimo




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