Re: [Admin] irc.uugrn.org per IPv6

Autor: Robert Schiele (rschiele_at_uni-mannheim.de)
Datum: 27. Nov 2003


On Thu, Nov 27, 2003 at 07:59:47AM +0100, Raphael H. Becker wrote:
> Dem Text entnehme ich die dringende Aufforderung an die Entwickler von
> Software, sich auf dieses Feature nicht zu verlassen und am besten ganz
> davon abzusehen. Die Argumente für eine strikte Trennung sind (auch für
> Nicht-Entwickler wie mich) nachvollziehbar dargestellt.

Abgesehen von den berechtigt genannten Unklarheiten am Anfang sehe ich die
Panik, die in diesem Dokument verbreitet wird fuer etwas uebertrieben an. Wenn
ich aus irgendwelchen Gruenden in meiner Applikation IPv4-Adressen nicht ueber
den IPv6-Socket haben will, kann ich ja genau diesen Mappingbereich
ausfiltern.

> Was sagen denn die Fürsprecher für dieses "Doppelverhalten" des v6-Stacks?
> Es muss ja mal jemanden gegeben haben, der sich dieses Feature
> ausgedacht hat und viele andere, die das auch gut gefunden haben.

Na, Abwaertskopatibilitaet. Bei Software will man das manchmal. Es ist einfach
eine Frage der Abstraktion, da du aus Vereinfachungsgruenden immer genau
_eine_ Schnittstelle benutzen willst. Ich behaupte immer noch, wenn die
erwaehnten Unklarheiten sauber aufgeloest werden, ist es besser das im Stack
zu haben, denn ansonsten verschiebst du die Komplexitaet und damit die
Fehlerquellen nur vom Stack in die Applikation. Was hast du dann gewonnen? Du
musst dann das Problem fuer jede Applikation einzeln loesen. Gut, der
Maintainer des Stacks kann dann im Krisenfall auf seine Webseite schreiben,
dass der Fehler nicht an seiner Software lag, sondern an den Applikationen die
darauf aufsetzen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das sonst irgendjemanden
gluecklich macht.

Robert

-- 
Robert Schiele			Tel.: +49-621-181-2517
Dipl.-Wirtsch.informatiker	mailto:rschiele_at_uni-mannheim.de



Dieses Archiv wurde generiert von hypermail 2.1.7 : 27. Nov 2003 CET