Re: dump/restore und linux

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Autor: Christian Weisgerber (naddy_at_mips.inka.de)
Datum: 16. Jan 2003


Johannes Walch <j.walch_at_nwe.de> wrote:

> http://search.alphanet.ch/cgi-bin/search.cgi?max_results=10&type=long&msgid=
> Pine.LNX.4.21.0104270953280.2067-100000_at_penguin.transmeta.com&domain=ml-linu
> x-kernel

Wie ich kürzlich an anderer Stelle schon gefragt habe: Inwiefern
unterscheidet sich obige Situation von der auf anderen Unices, wo
dump(8) das Raw-Device ausliest und damit auch keine garantiert
konsistente Sicht des Dateisystems bekommt?

Die Frage ist weitgehend rhetorisch. Wenn dump(8) von einem garantiert
konsistenten Dateisystem lesen soll, dann muss jenes entweder gar
nicht oder nur read-only gemountet oder ein Snapshot sein. In der
Praxis funktioniert dump(8) aber auch von aktiven Dateisystemen
ganz gut.

Die Linux-Gemeinde hatte schon immer eine irrationale Abneigung
gegen dump/restore. Inzwischen verweist man stolz auf obigen Artikel
als vorgeblich sachliche Begründung. Dessen Inhalt versteht zwar
keiner, aber der Prophet Linus hat die religiöse Wahrheit offenbart.
Amen.

FreeBSDs dump(8) hat vor kurzem auch ein Option -L bekommen, damit
es erst einen Snapshot des fraglichen Dateisystems anlegt und dann
diesen sichert. Das Fehlen dieser Arbeitsweise hat aber jahrzehnte-
lang kein Schwein gestört.

-- 
Christian "naddy" Weisgerber                          naddy_at_mips.inka.de

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