Autor: Juergen Roethig (jroethig_at_gmx.de)
Datum: 04. Dec 2002
Hallo Christian, hallo Welt ;-)
Christian Leber wrote:
>
> Ziemlich sicher ist die Performance voellig egal, das nervigere ist, wenn
> die Netzwerkkarte verreckt. Und bei einer besseren Karte besteht IMO die
> Chance, dass der Ausfall unwarscheinlicher ist.
Der Preis als Zeichen fuer Qualitaet? Einmal kurz ganz laut gelacht ...
> Hehe, naja, aber der Punkt ist:
> Warum mit Billigzeug rumaergern, wenn man gute fuer recht wenig Geld
> bekommt.
Nun, also wenn etwas preiswertes fuer den anvisierten Einsatzzweck
genauso gut taugt wie etwas viel teureres, warum sollte ich dann das
teurere Produkt waehlen? Etwa um unsere lahmende Wirtschaft anzukurbeln?
> Ich hab irgendwann vor 2 Jahren oder so bei e-bay einige Intel
> Ethernetkarten erstanden, die tun wunderbar und schneller als das
> komische Ding auf meinem Mainboard.
> Ethernet controller: VIA Technologies, Inc. VT6102 [Rhine-II]
>
> Und das ist nicht nur eine theoretische Betrachtung, die CPU hat 1,5 Ghz
> und ich bekam mit dem Ding nur ca. 8,7 MB/s uebers Netz, mit den alten
> Intel Dingern bekomm ich 11,3.
Gut, ok, schoen (oder nicht schoen). Aber hier ging es (siehe Subject,
auch wenn man unter einer "RTL"-Karte etwas anderes verstehen koennte
;-) um Realtek, und diese Deine Erfahrung ist die mit einem ganz anderen
Ethernet-Controller. Vor rund vier Jahren haben wir die Rechner (Buero-
und Laborrechner) an meinem damaligen Arbeitsplatz ebenfalls mit Intel
EtherExpressPro-Netzwerkkarten ausgestattet, aber bei den Rechnern ging
es tatsaechlich um Performance (der Arbeitsplatz war ein Forschungslabor
fuer Netzwerktechnik). Und ich habe mir gleichzeitig die Netzwerkkarten
fuer meinen eigenen Rechner beschafft, und da wurden es Realtek-Karten
aufgrund des Preis-Leistungs-Verhaeltnisses und da es hier auf
Performance eben _nicht_ ankam.
> Aber ja, im Normallfall laufen die Realtek auch, wenn es nicht auf
> Performance ankommt, dann sind die o.k.
Eben. Einziges Argument gegen Realtek, das ich hier gelesen habe, war
Performance, _nicht_ Zuverlaessigkeit. Letzteres wurde nur gegen eine
ganz andere Karte (SiS) angefuehrt. Und noch einmal: Meine Erfahrungen
zur Zuverlaessigkeit von Realtek-Karten sind durchwegs positiv. Und da
es beim Einsatzzweck Heimnetzwerk und UUGRN-Server wohl offenbar um
Zuverlaessigkeit und nicht um Performance geht, sehe ich keinen Grund
gegen den Einsatz einer Realtek-Karte. Und noch viel weniger sehe ich
einen Grund dafuer, diese Karten, die gerade im Heimnetzwerkbereich
verbreitet sind, wo es ebenfalls eher auf Zuverlaessigkeit denn auf
Performance, aber vor allem auch auf guenstige Preise ankommen duerfte,
als "Schrott" zu bezeichnen. Aber da schickt der Vorstand irgendeiner
LinuxUserGroup mehrere EMails, weil ihm die Preise der guenstigsten
Haendler noch zu teuer zu sein scheinen, besteht andererseits aber auf
fuer den beschriebenen Einsatzzweck deutlich ueberdimensionierter (und
entsprechend teurer) Hardware (Netzwerkkarte, aber auch beispielsweise
ECC-Ram). Dabei hat er nach eigener Aussage Ende 1997 beispielsweise
noch ein Mainboard gekauft, das mit maximal 64MB Hauptspeicher
bestueckbar war - das war schon zu dem damaligen Zeitpunkt laengst nicht
mehr up-to-date (ich will ja nicht "Schrott" dazu sagen)! Und weil er
damals beim Kauf so tief ins Klo gegriffen hat, will er jetzt nach den
Sternen greifen? Ist ja kein Problem, diesmal zahlt es ja der "Verein".
Ihr habt schon einen tollen Vereinsvorsitzenden ...
Gruss
Juergen
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