Re: [Advocacy] Linux-Hype

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From: Alexander Holler (holler_at_ahsoftware.de)
Date: 13. Sep 2001


--On Montag, September 10, 2001 22:59:46 +0200 "Raphael H. Becker"
<beckerra_at_rumms.uni-mannheim.de> wrote:

>> Laßen wir mal die Leute mit wenig Ahnung außen vor, denen ist mit einem
>
> Es geht aber gerade um diese. Es geht um den typischen PC-User, der
> taegliche Probleme hat, meist aufgrund schlechter Software und eigener
> Unwissenheit. Es geht mir nicht um Leute, die ansonsten anspruchsvoll mit

Der typische PC-User sitzt meiner Meinung nach im Büro und bedient Word
o.ä. Da diese aber von einem Administrator unterstützt werden sollten, was
leider zu selten der Fall ist, habe ich Leute mit wenig oder gar keinen
Kenntnissen ausgeklammert.
Denn es ist einfach so, daß heutige PC's derart komplex sind, wie es vor
wenigen Jahren nur Großrechner waren.

> ihrem Rechner arbeiten und (egal ob Win oder Linux) ein Spezialproblem
> haben, was man im Einzelfall genauer untersuchen muesste.
>
>> Webpad o.ä. eh am besten geholfen. Ich denke auch, der Markt wird sich in
>> diese Richtung noch stark entwickeln, playstation 2 usw. ist nur ein
>> Anfang davon.
>
> Ja, aber um diese Leute geht es hier nicht. Du denkst eher an die
> Spielkinder.

Ich denke an die Allgemeinheit und nicht nur an spielende Kids. Und ein
Großteil der Nutzer kammen das erste Mal im Büro mit einem PC in Berührung,
und haben sich dann später selbst einen für zu Hause gekauft. Nur wozu
braucht der normale Mensch einen Rechner zu Hause, wenn nicht zum Spielen,
Surfen, Homebanking oder als Schreibmaschiene?
Viele kauften sich evtl. noch einen PC um sich privat Weiterzubilden, was
ja vollkommen in Ordnung ist. Nur wenn dann Probleme auftauchen, sind diese
Leute eben aufgeschmissen, was unter Windows wie Linux der Fall wäre.

>> Aber in der Windowswelt hat man viele Probleme durch eine Neuinstallation
>> wesentlich schneller behoben, als durch eine Suche durch den
>> dll-dschungel bzw. defekter Registry.
>
> Dann frage ich mich, was bei Linux da besser waere? versehntlich
> geloeschte Systembibliotheken, unvollstaendige/defekte Upgrades ...
> schrottige DLLs oder kaputtkonfigurierte shared libraries, irgendwie ist
> beides Mist.

Menschliche Fehler kann man nie ausschließen und und wer sein Linux/Unix
ständig als root benutzt, ist selbst Schuld. Zudem redete ich von der
Möglichkeit Fehler aufzuspüren und diese evtl. zu beheben, immer unter der
Prämisse, daß man einigermaßen Ahnung von Rechnern hat.

> Das alles impliziert, dass Linux-Missionnierung das allerletzte ist, was
> ich gebrauchen kann und irgendwie gut finden kann, um mal wieder auf den
> Punkt zu kommen. Entwender jemand kommt da von selbst drauf oder er
> laesst es bleiben. Punkt.

Missionierung, gleich welcher Art, war bisher nur seltenst zum Vorteil der
Missionierten.

Und um der Sache ein Ende zu bereiten, war das mein letzter Kommentar zu
diesem Thread, der ging leider in eine Richtung, die ich nicht einschlagen
wollte. Schon gar nicht, da ich nicht auf die Idee gekommen wäre in einer
Mailingliste einer Unix User Group Unix/Linux zu missionieren.

Gruß,

Alexander


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