Re: Partitionen

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From: Hans-Guenter Weigand (hgw_at_d1906.inka.de)
Date: 02. Apr 2001


beckerra_at_rumms.uni-mannheim.de (Raphael H. Becker) wrote:
> Und jetzt noch die Frage (die irgendwie zwar erklaert, aber von mir
> nicht unbedingt verstanden wurde):
> Wo findet sich eine *BSD-Partition wieder? Wie sind diese intern
> strukturiert und was ist was (was ist ein slice, ein label, ...). Das
> ganze ausgehend von einer "PC-Partition", also nicht "BSD-only" auf der
> Platte.

+-+-------+-------+-------+-----------------------------------------+
| | -1- | -2- | -3- |*| -4- |
|M| Typ 6 | Typ 6 | Typ C |*| Typ A6 |
|B| DOS | DOS | Win95 |*| OpenBSD |
|R| FAT | FAT | FAT32 |*| |
| | | | |*| |
+-+-------+-------+-------+-----------------------------------------+

+-+-------+-------+-------+-+---+-------+-----+-------+---+---+-----+
|-| i | j | k |-| a | b | d | e | f | g | p |
+-+-------+-------+-------+-+---+-------+-----+-------+---+---+-----+
| c |
+-------------------------------------------------------------------+

So, oben das ist eine BIOS-Partitionstabelle, bei welcher alle vier
möglichen Einträge verwendet sind. Die erste und zweite Partition sind
DOS-Partitionen mit FAT-Dateisystem, die dritte ist eine Win95 Partition
mit FAT32, und die vierte ist eine OpenBSD-Partition mit ihrem
Disklabel, das mit '*' gekennzeichnet ist. Alles sind primäre
Partitionen. Damit kommen auch DOS und Windows zurecht, aber deren
fdisk-Programm kann solches nicht anlegen. Diese BIOS-Tabelle ist im
MBR (ganz links) in dessen letzten paar Bytes abgelegt.

Darunter das BSD-Disklabel. Es umspannt die gesamte Platte, liegt aber
selbst in der OpenBSD-Partition ('*'). Es hat max. 16 Einträge, die mit
den Buchstaben von 'a' bis 'p' bezeichnet sind. Von diesen haben drei
eine besondere Bedeutung. Bemerkenswert ist insbesondere die Partition
'c', welche (automatisch) die gesamte Platte umspannt, 'a' ist die
root-Partition und 'b' ist swap. Meine weitere Einteilung der Partition
4 durch das Disklabel ist willkürlich und folgt keiner bestimmten Regel.

Die Win/DOS-Partitionen sind hier, willkürlich gewählt, als 'i', 'j' und
'k' von BSD aus ansprechbar. (Ist die Partition 3 als bootfähig
markiert, ist sie unter Windows das C:-Laufwerk, 1 ist D: und 2 ist E:.
Das funktioniert, habe ich selbst ausprobiert.)

Das mit den slices kommt von FreeBSD. Ich bin jetzt zu faul, das
nachzuschlagen. Hier verwende ich nur 'Partition', mit Zahlen für BIOS
und mit Buchstaben für BSD.

BTW, Bezeichnungen wie 'hda1' bezeichnen Linux-Devices. Die Devices
heißen bei Open- und NetBSD bei einer SCSI-Platte dann sd0a, sd0c, usw.
für die gepufferten, und rsd0a, rsd0c, usw. für die ungepufferten
Devices.

-hgw


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