From: Thomas Scholz (thomas.scholz_at_crypto.nc1UW1aoi420d85w1SoS.de)
Date: 15. Aug 2000
Debian GNU/Linux 2.2 veröffentlicht
[15.08.2000 12:25].
Anlässlich der LinuxWorld-Konferenz in San Jose, Kalifornien, hat
Debian[1] die Version 2.2 (Codename potato) der GNU/Linux-Distribution
veröffentlicht. Das letzte Release 2.1 liegt etwa eineinhalb Jahre
zurück. Die neue Version unterstützt sechs verschiedene
Hardware-Plattformen - mehr als jede andere Linux-Distribution. Die
unterstützten Architekturen sind x86, PowerPC, SPARC, Alpha, ARM und
Motorola 680x0.
Debian 2.2 basiert auf dem aktuellen stabilen Kernel 2.2.16. Weitere
wichtige Aktualisierungen sind die Benutzeroberfläche GNOME in der
Version 1.0.56, XFree86 3.3.6, das Textsatzsystem teTeX 1.0.6, die GNU
C-Library in der Version 2.1.3 und Version 2.95.2 des GNU C-Compilers.
Die meisten Systemprogramme benutzen jetzt PAM (Pluggable
Authentication Modules), um eine Identifizierung der Benutzer über
Passwörter, Einmalpasswörter oder andere Mechanismen wie Chipkarten zu
ermöglichen.
Der Installationsprozess wurde in Vergleich zur Vorgängerversion
überarbeitet: Es ist jetzt möglich, bei der Installation verschiedene
Aufgaben (tasks) anzugeben, die das System erfüllen soll, und so ganze
Sammlungen von Programmen auf einmal zu installieren. Mit dem
Installations-Frontend apt ist auch ein Update älterer Versionen im
laufenden Betrieb möglich - wahlweise von CD oder übers Netz.
Debian GNU/Linux besteht vollständig aus Open-Source-Software und wird
von 500 freiwilligen Entwicklern aus aller Welt zusammengestellt. Es
bildet die Grundlage für mehrere kommerzielle Distributionen, darunter
Corel Linux und Storm Linux. (Sebastian Kirsch) (ju[2]/c't)
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