Re: Quoting und Freundlichkeit

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From: Juergen Roethig (jroethig_at_gmx.de)
Date: 01. Aug 2000


Hallo Welt,

Michael Lestinsky wrote:
>
> Am 30.07.'00 schrieb Wolfgang Grosch:
> > Hallo Liste,
>
> Hallo Wolfgang und alle anderen,
>
> Du hast Recht, der Umgangston auf dieser Liste wird langsam etwas
> unangenehm.
>
> > Ich verweise nochmals auf Chatrooms und Newsgroups. Dort kann man sich
> > auslassen wie man will.
>
> Ich weiss nicht, du wirst "Streithähne" nicht so leicht verscheuchen
> können. Das Thema muss anders angegangen werden. Ich weiss leider
> nicht wirklich, wie.
>
> Eine Möglichkeit wäre es, gemeinsam eine "Policy" incl. Umgangsregeln
> zu definieren. Wer wiederholt dagegen verstößt darf vom "Listen-Owner"
> dann mit geeigneten Disziplinar-Maßnahmen gezüchtigt werden.
>
> Beispiel-Policy-Vorschlag:
> - Wer auf der Liste flamet oder andere Personen beleidigt bekommt 50
> Kamele Minus/Artikel
> - Spelling-Flames, Quoting-Flames und X-Mailreader-Flames kosten
> 100 Kamele/Artikel
> - ...
> - Unaufgeforderte ausführliche Referate zu Themen aus EDV und
> (Natur-)Wissenschaft werden mit max. 50 Kamelen Haben belohnt.
> - Bei mehr als 100 Kamelen Soll bekommt man eine Verwarnung und bei
> mehr als 150 Kamelen wird man von der Liste gekickt.
> - Minus-Kamele verfallen nach einem halben Jahr.
>
> Das wäre allerdings eine rigorose Methode mit einem administrativen
> Overhead.

Na, das ist doch endlich mal ein sinnvoller Vorschlag und derart einfach
zu realisieren - wir halten einfach eine hinreichend grosse Kamelherde
und verteilen die einzelnen Exepmlare (vielleicht sogar per EMail?)
dynamisch auf die Listenteilnehmer! Angesichts solch naheliegender
Verfahren fragt man sich doch wirklich, warum nicht alle Mailing-Listen
von Kamelherden administriert werden ...

Und im Ernst: Sind wir hier im "Kindergarten" oder gar auf einem
"indischen Bazar"? Da wird der "Umgangston" auf der Liste kritisiert
(und solche Kritik ist natuerlich vollkommen ok, allerdings nur dann,
wenn man dabei nicht auf die falschen Umgangsformen hinweist, die beim
unsachgemaessen Handling mit EDV-Werkzeugen entstehen, wie z.B. falsches
Quoten - letztere Kritik ist schliesslich OT und unerwuenscht), es wird
kritisiert, dass nicht mehr "ueber die Sache" geredet wird (man moege
einmal recherchieren, ob es einen Thread auf dieser Liste gibt, zu dem
ich, sofern ich mich geaeussert habe, dann nicht zumindest zum
ueberwiegenden Teil "sachbezogen" beigetragen habe), und dann macht der
Vereinsvorsitzende einen "Kamelvorschlag" und keiner protestiert,
stattdessen sogar vereinzelte "Bravo-Rufe"! Ist das ("Einfuehrung von
Kamelherden") vielleicht eine Folge der Green-Card-Initiative, um den
indischen EDV-Fachkraeften die Eingewoehnung hierzulande zu erleichtern?

> Gibt es was besseres? Wahrscheinlich einfach nur _Zurückhaltung_.

Oh, es gibt doch noch einen sinnvollen Vorschlag! Haette er sich doch
nur vorher mit seinen Kamelen zurueckgehalten ...

> Denn
> wenn einer _offensichtlichen_ Mist schreibt, dann können sich alle
> anderen auch im Stillen ihren Teil dazu denken und gegebenenfalls ihre
> Filter entsprechend anpassen. Sachdienliche Hinweise sollten dann auch
> nur an den entsprechenden Schreiber gehen.

Und das funktioniert nicht! Wenn jemand "Mist" auf der Liste verzapft
(beispielsweise fuer ISDN eine "Fritz Karte PCI classic (ohne PNP)"
empfiehlt) und niemand wuerde auf der Liste widersprechen, dann gibt es
sicher viele, die diesen "Mist" auch noch glauben (und dann womoeglich
versuchen, eine solche Karte kaeuflich zu erwerben, aber dabei
natuerlich erfolglos bleiben muessen, weil es diese Karte gar nicht
gibt), und das passiert, egal wie "offensichtlich" der "Mist" auch immer
sein mag. Aber dieses unwidersprochene Verbreiten von (fachlichem)
Unsinn kann ja nicht wirklich der gewuenschte Effekt einer Liste zum
Thema "Unix und Konsorten" sein!

Und dasselbe gilt auch fuer die "Umgangsformen": Ich moechte nicht mit
dem "Mist" in Verbindung gebracht werden, den andere hier auf der Liste
verzapfen, nur weil ein dritter nicht in der Lage ist, richtiges Quoting
zu beherrschen, und mir ein entsprechendes Zitat faelschlicherweise
untergeschoben hat!

> Und natürlich sollte man
> die Listen-Teilnehmer so behandeln, wie man selbst gerne behandelt
> werden will. Oft kann es helfen, die eigenen Elaborate vor dem
> Abschicken nochmal zu lesen und sich zu fragen "Wie würde ich darauf
> reagieren?".

Und auch dies ist ein weiterer, sehr empfehlenswerter Vorschlag (das
haette ich nach der "Kamelherde" wirklich nicht mehr erwartet)! Mir
scheint aber, dass nicht besonders viele der hier mitdiskutierenden
Teilnehmer sich ihre "Elaborate" vor dem Abschicken wirklich noch einmal
durchlesen, sonst koenten nich so file Faeler pasiren (was neben Form
und "primaerem" Inhalt auch falsche Rechtschreibung, Grammatik, Syntax,
Interpunktion und unklare Semantik betrifft).

Juergen


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