From: Raphael H. Becker (beckerra_at_rumms.uni-mannheim.de)
Date: 26. Jul 2000
Michael Lestinsky wrote:
> Am 26.07.'00 schrieb Raphael Becker:
> > Aber wahrscheinlich bin ich wieder einmal zu inkom^Wunerfahren zu
> > verstehen, was mit "selbstkonfigurierend" hier gemeint ist :-/
>
> Ich dachte, dass es (in der Praxis) so gehandhabt wird, dass ein
> bestimmter PCI-Slot bestimmte Ressourcen fest zugeteilt bekommt. Wird
> nun eine Karte in diesen Slot gesteckt, dann ueberneimmt sie einfach
> die Werte für sich.
So ist es wohl auch. Heute.
Nur was ist mit den Karten, die 2 IRQs auf einmal brauchen? Oder mehr?
Und wieso kann der Controller sich "seinen" PCI-IRQ aussuchen? Nunja, es
geht ja hier nicht um meinen Controller, aber ich beschreibe hier die
Wirklichkeit und versuche daraus Erkenntnisse zu gewinnen.
Nunja, fragen wir doch einfach mal ein Buch (das waren noch zeiten, als
man Zitate noch nicht per Maus ins Editorfenster schmeissen konnte :-/):
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Wat issn INTA? - Die etwas anderen Interrupts von PCI
Die guten alten Ressourcen wie DMA-Kanäle und Interrupts haben für den
PCI-Bus eigentlich ausgedient und sind nur noch für den ISA-Bus
relevant. Erstere wurden auch wirklich durch das Busmastering ersetzt.
Und auch bei den Interrupts verwendet der PCI-Bus ein eigenes Verfahren.
Es stehen vier Unterbrechungssignale für jeden Slot zur Verfügung, die
INT A-D# ider INT 1-4# genannt werden. Da Betriebssysteme und die
meisten Karten aber weiter über das herkömmliche IRQ-System arbeiten,
können die INT-Signale auf IRQs gemappt werden. Für den Anwender macht
das in der Praxis kaum einen Unterschied, außer daß man bei der
Konfiguration mancher Karten und/oder BIOS mit den Begriffen INTx#
konfrontiert wird. Die meisten BIOS zeigen bei der PCI-PnP-Konfiguration
aber auch weiterhin IRQs statt INT#-Belegungen an, genauso wie Windows
95, das von INT# im Gerätemanager nichts wissen will. Meistens sind alle
PCI-Slots eines Mainboard auf die Nutzung einer gemeinsamen INT-Nummer
(zB INTA#) konfiguriert, so daß alle Karten (wenn notwendig) einheitlich
auf diese INT-Nummer eingestellt werden müssen. Im BIOS wird dann jedoch
noch weiterhin ein herkömmlicher IRC pro Slot aus KOmpatiblitätsgründen
zugewiesen. Dem anwender kanns' letztlich egal sein, solange es im
Ergebnis aufs selbe herauskommt.
[Hardware Tuning, Andreas Voss, DATA BECKER, 1. Auflage 1997, Seite 446]
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Hmm, das sollte zu mindest klargemacht haben, daß INT# was völlig
anderes ist, als IRQ und daß man viele PCI-Karten auf einem INTx# laufen
lassen kann, der einem "herkömmlichen" IRQ zugeordnet ist (oder nicht?)
Insofern hat Michael (und die anderen) recht, daß PCI "eigentlich" keine
KOnfiguration der einzelnen Karten benötigt, sehr wohl aber die
einzelnen Slots konfiguriert werden können.
Gruß
Raphael Becker
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