Re: Mini-Linux auf 20MB?

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From: Juergen Roethig (jroethig_at_gmx.de)
Date: 03. Jun 2000


Hallo Welt ;-)

Irgendwie versteh ich das nicht ganz ... erst schreibt er:

"Raphael H. Becker" wrote:
>
> wer kann mir verraten, welche Distribution sich auf 20MB Festplatte
> installieren läßt?
> Es gibt zwar eine Reihe von Mini-Linuxen, aber die sind auf den ersten
> Blick speziell als Boot-Floppy ausgelegt, d.h. sie arbeiten von einer
> RAM-Disk.
>
> Das Linux sollte alle wichtigen Netzwerkdienstprogramme enthalten (ping,
> ftp, telnet, ssh, ... netcat) und auch sonst halbwegs "benutzbar" sein
> (im Sinne von Shell-Tools etc). Das System sollte _nicht_ von einer
> RAMdisk laufen, denn 20MB RAM sind nicht die Welt :-)

Und dann das:

"Raphael H. Becker" wrote:
>
> Es sind beinahe genau 20MB (und die beiden FAT16 brauch ich für Win95,
> da muß ne Mini-App drauf laufen ... deswegen mach ich ja erst den Zauber
> mit Linux neu inst.)
>
> Die 20MB hab ich extra für ein Rettungssystem bestimmt, weil der Laptop
> weder Netzwerkkarte noch CD-ROM hat und eine Installation ohne
> entsprechende Verbindung äußerst mühsam von Diskette zu starten ist).
> Das System sollte nur grad die notwendigsten tools haben, um Netzwerk
> per PPP/SLIP/PLIP anzusprechen (also alle möglichen Kernelmodule zum
> Thema Netzwerk), mount ... telnet, rsh/ssh ... eben das, was man im
> Notfall so gebrauchen könnte.
>
> Vielleicht bau ich das ganze auch nochmal um, dann kommt swap nach
> /dev/hda6 und das Mini-Linux nach /dev/hda8 (hätte auch den Vorteil, daß
> man alles davon nehmen und einfach umpartitionieren könnte...
>
> Device Boot Start End Blocks Id System
> /dev/hda1 * 1 100 100768+ 6 FAT16
> /dev/hda2 101 789 694512 5 Extended
> /dev/hda5 101 140 40288+ 6 FAT16
> /dev/hda6 141 160 20128+ 83 Linux native
> /dev/hda7 161 744 588640+ 83 Linux native
> /dev/hda8 745 789 45328+ 82 Linux swap
>
> auf den großen ext2 ist wieder Slack7 draufgekommen, weil das in meinen
> Augen genau das passende für einen altersschwachen Laptop ist.

Wenn auf dem Notebook bereits ein "komplettes" Linux (Slackware) drauf
ist, wozu dann nochmal ein zweites (kleines) Linux auf die Festplatte?
Gerade als solche "Notfall-" bzw. "Rettungssysteme" sind die gleich am
Anfang verworfenen "Ein-Floppy-Distributionen" ausgelegt, und da zaehlt
der Einwand mit RAM-Disk und "nur" 20MB Hauptspeicher nun wirklich nicht
- mit "nur" 4MB Hauptspeicher habe ich meinen Zweitrechner eine
Zeitlang mit tomsrtbt betrieben, bevor ich ihm weitere 16MB RAM
spendiert habe und ihn jetzt mit einer "richtigen" Distribution "sogar"
gelegentlich unter X-Oberflaeche fahre.

> Nun denn ... dann bau ich mir halt was ganz eigenes, wenns noch nichts
> "passendes" gibt.

Als Uebung waere das vielleicht nicht unbedingt verkehrt, aber wenn der
Selbstbau von vorneherein sowieso als die einzige Option angesehen wird
und andere (genau auf den Anwendungsfall zugeschnittene und passende)
Moeglichkeiten (hier also die typischen Notfall-Systeme) mit unpassenden
Argumenten verworfen werden, dann sollte man nur zur Selbstbestaetigung
seiner seltsamen Meinung nicht unbedingt die Liste fragen ...

> PS: wer glaubt, bei mir sei der Minimalismus ausgebrochen, der darf mir
> alternativ auch gerne verraten, wie ich eine 9GB-USCSI-Platte mit
> doppelter Bauhöhe in einen Laptop einbauen kann ;-))

Bitte - man besorge sich eine PCMCIA-SCSI-Karte, stecke diese in einen
Laptop (sofern dieser einen PCMCIA-Steckplatz hat) und schliesse die
SCSI-Platte an ... was sollte diese "lustige" Frage?

Juergen

P.S.: Das von mir genannte und empfohlene tomsrtbt gibt es unter
 http://www.toms.net/rb/


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