From: Christian Weisgerber (naddy_at_mips.rhein-neckar.de)
Date: 19. Mar 2000
Raphael Becker <beckerra_at_rumms.uni-mannheim.de> wrote:
[/dev/tcp/host/port]
> Nunja, ... ich kann ja nicht ahnen, daß es derartige bash-Funktionen
> gibt, ich hätte solche Funktionen eher in der Region vom Kernel
> erwartet.
Durchaus, aber ksh93 und nun auch bash2 emulieren die Umleitung zu
einigen Pseudodevices, wenn sie das System nicht selbst anbietet:
/dev/std{in,out,err}, /dev/fd/*, und /dev/{tcp,udp}/*/*.
Bei BSD ist /dev/fd/* über tatsächliche Device-Einträge realisiert.
Alternativ kann man das Filedescriptor-FS (fdesc) über /dev
union-mounten. Etwas in der Art von /dev/tcp/*/* stellt das Portal-FS
zur Verfügung, aber das ist kapu^H^H^H^Hexperimentell.
> Aber wenn die bash schon derartige "interne" VFS-Geschichten hat, dann
> müßte es prinzipiell doch auch möglich sein, ein ftp-Filesystem in
> dieser Ecke vom Code zu implementieren
Prinzipiell schon. FTP ist allerdings ein ziemlich kompliziertes
Protokoll, und volle Dateisystemsemantik darauf abzubilden schwierig.
Im Gegensatz zu den Umleitungen oben reicht es auch nicht einfach
einen passenden Filedescriptor unterzuschieben, es müsste noch ein
Prozess daran hängen, der FTP zur Gegenseite spricht.
> (auf irgendwelchen *BSD(?)-Systemen soll angeblich der Zugriff
> auf /ftp/ftp.rechner.de/pub/datei.ext transparent in äquivalente
> ftp-Befehle umgesetzt werden,
Hmm. Irgendwie habe ich im Laufe der letzten Jahre zwar auch schon
von FTP-Filesystemen gehört, aber bei *BSD gibt es zumindest von
Haus aus keines.
-- Christian "naddy" Weisgerber naddy_at_mips.rhein-neckar.de
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