From: Markus Hochholdinger (Markus_at_Hochholdinger.net)
Date: 03. Feb 2000
Hi Liste,
jetzt will ich hier auch mal meinen Senf dazu geben:
> ich hab so partitioniert (8660 MB):
> Filesystem 1024-blocks Used Available Capacity Mounted on
> /dev/sda1 52653 8611 41233 17% /boot
> /dev/sda5 396500 108910 267109 29% /
> /dev/sda6 995115 239689 704020 25% /home
> /dev/sda7 481602 256928 198972 56% /var
> /dev/sda8 6512427 4458963 1716101 72% /usr
> 6.5 GB würde ich demnach so partitionieren:
> /boot 16MB
> / 200MB
> /var 500MB-1000MB (je nach Umfang von /var/spool/news)
> /home 1000MB bis 2000MB
> /usr <Rest>
> swap 128MB
> /opt -> /usr/opt
Das ganze hört sich nach der Mini-HOWTO "Partition" an!
Meine persönliche Meinung zu diesem Theme:
Das ganze sollte man so machen, wie oben beschrieben, wenn man ein sehr
großes System hat. Ich meine damit sehr große Festplatten, viele Benutzer,
viele Daten usw.
Wenn man jetzt aber eine Workstation für daheim einrichten will, sollte man
es mit dem Partitionieren nicht übertreiben, weil man da meistens nicht sehr
viel Platz auf der Platte hat, und Erfahrungsgemäß ist eine Partition dann
voll, wenn auf einer anderen noch genügend Platz wäre!
Also für eine Workstation würde ich folgendermaßen vorgehen:
- erstmal schauen, daß man das Ding booten kann, soll heißen /boot sollte
unter 1024 liegen, wenn man dafür partitionieren muß, würde ich eine kleine
Partition (ca. 10 MB) nehmen.
- den ganzen Rest, was man von der Platte dann noch hat, dann als eine
Partition nehmen. Andere Platten, die man auch für Linux nehmen will, am
besten nicht unnötig klein partitionieren. Aber bei den meisten Leuten gibt
es dieses Problem eh nicht.
- Wenn man jetzt mehrer Partitionen/Platten hat, würde ich die größte für
/usr/ nehmen. Die zweitgrößte für /home, dann /var (also ähnlich wie oben
beschrieben) usw. Sobald keine Partition mehr da ist, die lezte natürlich
für / nehmen.
Wenn man Datenverlust vorbeugen will, sollte man nicht viele kleine
Partitionen machen, und hoffen, daß die unwichtigen Daten kaputt gehen,
sondern eher ab und zu das /etc, /var sowie vielleicht /usr/local/
Verzeichnis sichern! Das ist normalerweise nicht viel Aufwand! Bei SuSE
könnte sogar rc.config anstatt das komplette /etc ausreichen.
Das die Daten in /var sehr stark fragmentiert werden, dürfte einen Home-User
auch nicht arg stöhren, da ext2 damit eigentlich ganz ordentlich umgehen
kann!
Ich persönlich finde es nicht gut, daß im SuSE Handbuch beschrieben ist, wie
man seine Platte ganz toll partitionieren kann, weil das bei den meisten
Home-Usern totaler blödsinn (persönliche Meinung) ist. Und dann kommen die
Leute und meckern, weil ihr Home-Verzeichnis voll ist, oder sie keine
Software mehr installieren können, weil /usr voll ist!
Ich hoffe, es war nicht zu aggressiv, was ich da geschrieben habe. Was ich
im Prinzip damit sagen wollte: Die allgemein perfekte Lösung gibt es nicht,
aber sehr viele Aspekte, die zu berücksichtigen sind!
Also am besten auch mal selbst die mini HOWTO Partition durchlesen!
Gruß
\|/
MH (o o)
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Markus Hochholdinger
e-mail mailto:Markus_at_Hochholdinger.net .oooO
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