Re: AW: WinNT, Linux und LILO

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From: Raphael Becker (beckerra_at_rumms.uni-mannheim.de)
Date: 02. Feb 2000


Wolfgang Grosch wrote:
>
> Hallo Raphael
>
> >> Linux ist auf hdb1 installiert, und somit sollte es unter den ersten 1024 Zylindern liegen.
> >> Oder sehe ich das falsch und die 1024 Zylinder Beschränkung bezieht sich auf hda1, da
> >> von dort gebootet wird??????
>
> >Wichtig ist, daß auch die Obergrenze der betreffenden Partition <1024
> >liegt.
>
> Gilt das dann für jede weitere Platte nach hda, oder auch hda?

Das gilt für alle Platten, auf die das BIOS noch zugreifen muß. Das
BIOS muß vor dem Laden des Kernels zugreifen können.
 
> >> Jetzt eine ganz dumme Frage: Muss das /boot directory eine eigene Partition haben???
>
> >Muß nicht, sollte aber, besonders bei großen Platten. Im Grunde muß
> >man nur darauf achten, daß die Partition, in der sich /boot befindet,
> >komplett(!) unterhalb 1024 Zylinder liegt.
>
> Dann liegt der Fehler wahrscheinlich da, oder?

boote mal und gib "fdisk -l" ein, dann siehst Du genau, wie und wo
deine Partitionen auf der Platte verteilt sind.
 
> >> Wenn ja, dann ist das mein Fehler, da ich keine /boot-Partition angelegt habe, sondern
> >> nur eine /root-, /swap-, /opt-, /usr-Partition, und Lilo ist auf /root installiert.
>
> >Lilo installiert man entweder nach "/" oder in den MBR (oder auf
> >Diskette oder sowas).
>
> Sorry, meine Klausuren bringen mich noch um den Verstand ;-)
> Natürlich meinte ich mit /root /. Lilo ist also dann in / installiert.

Ok, dann brauchst Du aber noch einen Bootloader, der von "/" aus
bootet, das BIOS macht das nicht von alleine.
 
> >/root braucht man nicht wirklich, ich glaube man sollte das nicht auf
> >eine eigene Partition legen.
> >/swap? ich nehme mal an, daß Du nicht ein /swap-Dateisystem hast,
> >sondern eine "swap"-Partition.
>
> Ja, ich habe eine *echte* Swap-Partition. Falsch ausgedrückt. Mein Hirn
> schwappt gleich über ;-)

;)
 
> >Wie groß ist denn Deine Platte hdb? Falls Du umpartitionieren
> >mußt/willst, dann könnte ich Dir mal eine mehr oder weniger sinnvolle
> >Größenaufteilung geben.
>
> hdb hat eine Grösse von 6,4 GB. Ich werde dann doch Linux neu installieren müssen,
> da die Partitionen falsch angelegt sind.
> Über eine Grössenaufteilung wäre ich Dir dankbar.

siehe voriges Posting von mir ... ist nur eine Empfehlung.
Auf jeden Fall sollte /home auf einer eigenen Partition liegen, /boot
wäre sinnvoll und / sollte man auch nicht zu groß werden lassen.

/boot und /, weil wenn das System mal unsauber runterfährt, die Gefahr
einer Dateisysteminkonsistenz für diese beiden Partitionen nicht so
hoch ist. Wenn / oder /boot beschädigt wird, dann steht das Leben des
gesamten Systems auf dem Spiel.

/home, damit kein User die Platte "zukloppen" kann.

Die Trennung von /var und /usr ist deswegen sinnvoll, weil /var zur
sehr starker Fragmentierung neigt (weil sich die Daten hier
bestimmungsgemäß recht häufig ändern), wohingegen /usr nur bei der
Installation/Administration beschrieben wird (meistens).
Außerdem könnte es sinnvoll sein, für Verzeichnisse, wie zB
/var/spool/news, sehr kleine Inode-DIchten, zB 1024 Bytes, zu
verwenden, weil hier überwiegend sehr viele sehr kleine Dateien
gespeichert werden
Für /usr sollte man ruhig 4096kB nehmen.

Performancegründe für eine Partitionierung gibt es IMHO nicht, wenn
alles auf einer Platte liegt.
Wenn man mehrere Platten hat, dann sieht das schon anders aus.

Partitionierung ist ein Stück weit eine Frage des Geschmacks und es
gibt eigentlich nur Empfehlungen und kaum Vorschriften (nur die
1024er-Regel fällt mir spontan als Vorschrift ein).

Im SuSE-Handbuch ist dieses Thema sehr ausführlich erläutert, ich
finde es lesenswert.

Gruß
Raphael Becker

-- 
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Fehlt was? Dann nix wie her mit dem URL
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