From: Michael Lestinsky (michael_at_zaphod.rhein-neckar.de)
Date: 23. Jan 2000
Am 22.01.'00 schrieb Wolfgang Jährling:
> Liebe UUGRN,
Hallo Wolfgang,
> ich werde es - mit ein wenig Glück - durchsetzen können dass an meiner Schule
> (Karl Kübel Schule Bensheim) ein kompletter Computersaal (24 Rechner) mit
> GNU/Linux ausgestattet wird.
Lobenswert!
> Mit Dingen wie Drucken übers Netzwerk hatte ich noch nie zu tun und es wäre
> natürlich nicht sonderlich angenehm wenn ich bei der Installation bei
> irgendetwas versagen würde. Daher wollte ich mich erkundigen ob die UUGRN
> hier evtl. helfen könnte.
Was soll ich daraus schließen? Wie gut sind deine Kentnisse im Umgang
mit Linux/Unix? Bist du sicher, dass du nach der Installation der
Rechner diese auch administrieren kannst? 24 Clients brauchen
Wartung. Traust du dir das zu? Willst du wuetende Lehrer im Nacken
sitzen haben?
Auch wenn hier einige unter uns sind, die deiner Schule gerne
Wartungsverträge anbieten, kann die Schule das bezahlen?
Sehe es so: Bei Windows wissen die meisten, wo sie was klicken
muessen, damit irgendwie was funktioniert. Niemand macht dir einen
Vorwurf, wenn was nicht läuft, denn jeder kennt es selbst.
Wenn du Linux durchsetzt, und keiner bei euch kennt sich damit aus,
dann wird das Ärger geben. Die Lehrer werden dich sicherlich dafuer
verantwortlich machen und bald wieder Windows einsetzen.
Strategisch wäre es einfacher, wenn du ersteinmal einen kleinen Pool
aufbaust, damit selbst Erfahrungen sammelst, die Lehrer von der
Funktionsweise und der Stabilität überzeugst, und erst, wenn alle beim
Anblick von uptime(1) den Mund nicht mehr schließen können, dann
solltest du alle anderen Rechner umstellen. Wenn während dieser Zeit
sagen wir 2-3 Rechner unter Linux mal nicht laufen, dann ist das kein
tragischer Verlust. Wenn jedoch das ganze Netz längere Zeit tot ist,
dann rollen Köpfe.
HTH
Bye
Michael
-- Unix User Group Rhein-Neckar: http://home.pages.de/~uugrn
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