windoofs 98 und linux - es ist ja so einfach

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From: Roland Itschner (roland_at_itschner.de)
Date: 19. Jan 2000


hallo,

zunächst einmal möchte ich mich für eure spontane hilfe bei meinem
problem danken. aber es ist ja so einfach. wie schon gesagt besitze ich
**zwei** platten. die erste (richtige, grosse) ist für mein linux
vorbehalten, auf der zweiten wollte ich windooofs 98 instalieren.

lösung:
die erste platte abhängen (was jeder vernünftig denkende mensch mit
seinem heiligen linux sowieso tun sollten, wenn er bill gates auch nur
irgendetwas installieren lässt), mittels jumper die zweite zum master
machen. dort windoofs installieren. hinterher mit yast eine neue
bootkonfiguration anlegen: name egal (bei mir: win), welches
betriebssystem: DOS/Win, zu bootende partition: (bei mir) /dev/hdb1. der
witz scheint zu sein, dass diese partition vorher schon gemountet sein
muss (hat ja eh vorteile).

auf jedenfall läufts, danke nochmal,

gruß,

Roland

attached mail follows:


Am Mon, 17 Jan 2000 schrieben Sie:
> hallo,
>
> ich habe folgendes Problem:
>
> Auf meinem Rechner gibt es zwei IDE-Platten, eine 13 GB, die ich mir
> extra für mein SuSE 6.2 zugelegt habe, und eine 4GB, die ursprünglich
> für Windoofs gedacht war. Da NT bei der Installation blöd gemacht hat,
> habe ich zunächst konsequenterweise auf Bill Gates verzeichtet. Nun
> würde ich aber (zum Spielen) doch gerne noch zusätzlich Windoofs 98
> installieren. Was ich bisher gelesen habe besagt aber, daß ich zum
> booten eines jeden System zumindest eine Partition auf der ersten Platte
> unterhalb der ersten 1024 Zylinder haben muß, und das paßt mir gar nicht
> in den Kram (meine große Platte hat nur zwei Partitionen, eine für Linux
> und eine für den Swap).
>
> Gibt es keine andere Lösung?
>
> Wäre schön, wenn mir jemand damit helfen könnte.
>
> Gruß,
>
> Roland
Wenn du mit einer Linux-Partition auskommst, sind deine Festplatten im Bios
wahrscheinlich als LBA, LARGE oder so aehnlich eingeragen.Dann wird die
Festplattengeometrie so umgemogelt, dass sie scheinbar weniger als 1024
Zylinder haben und es sollte damit eigentlich keine Probleme mehr geben.
Um nach der Installation beide Betriebssysteme booten zu können brauchst du
auf jeden fall einene Bootmanager ( Lilo ), der dann noch richtig konfiguriert
werden muss. Wenn sich an den Partitionen, auf denen Linux, bzw. swap liegen,
( moglicherweise willst du ja die 4GB-Platte als erstes Laufwerk anchliessen, so
wuerde ich das machen ) etwas aendert, musst du auf jeden Fall noch die Datei
/etc/fstab bearbeiten. Fuer eine genaue Anleitung reichen deine Informationen
leider nicht aus, aber einen Weg, wie es wahrscheinlich funktioniert ( not
tested ) kann ich dir geben. Warte aber lieber noch auf andere Reaktionen,
vielleicht baue ich ja irgendwo ein Bug ein.
Ich gehe davon aus, dass die 4GB-Platte als zweites Laufwerg angechlossen ist
und keine Daten enthält.

1. Linux starten. Alle Partitionene auf der 4GB löschen. Die Dateien
/etc/fstab und /etc/lilo.conf auf Diskette sichern. in der Datei /etc/fstab
alle Eintrage /dev/hda1, /dev/hda2... durch /dev/hdb1, /dev/hdb2 ersetzen(
wenn dein CD-Laufwerk als /dev/hdc bzw /dev/hdd eingetragen ist, wenn nicht,
vergiss die ganze Sache erst einmal ). Die Partition, die als root / gemountet
wird notierst du dir auf einen Zettel.( wahrscheinlich /dev/hda1 ). In der Datei
/etc/lilo.conf in der Zeile, die mit boot= anfangt /dev/hda durch /dev/fd0
ersetzen, in der Zeile, die mit root= anfaengt /dev/hda.. durch /dev/hdb..
ersetzen. Datei speichern., leere Diskette einlegen, in der Kommandozeile lilo
eingeben. Jetzt sollte irgendetwas auf die Diskette geschrieben werden.

2.Rechner aufschrauben, Jumper auf der 13GB-Platte auf Slave, auf der
4GB-Platte auf Master setzen.

3 Rechner einschalten, die 4GB-Platte ( jetzt hoffentlich Laufwerk C: ) im
Bios auf LBA setzen, die 13GB-Platte auf jedenfall unveraendert lassen.

4.!!!!Wichtig Diskette testen. Der Rechner sollte ueber Diskette Linux so
hochfahren, wie du es gewohnt bist. Sollte das nicht der Fall sein hast du ein
Problem. Dann musst du folgendes tun. Jumper wieder zuruecksetzen.
SuSE-Installationsdiskette einlegen. Neu booten. !!!Auf gar keinen Fall
irgendetwas partitionieren oder formatieren. Wenn du nach Mountpoint gefragt
wirst, drueckst du alt-F2. Dann legst du die Diskette ein, auf der du die fstab
und die lilo.conf gesichert hast. Danach folgendes in der Kommandozeile
eingeben:

mkdir /floppy
mount /dev/fd0 /floppy
mount /dev/hda1 /mnt
cp /floppy/fstab /mnt/etc/fstab
cp /floppy lilo.* /mnt/etc/lilo.conf
umount /mnt

wobei du /dev/hda1 durch die Root-Partition ersetzt, die du dir hoffentlich
notiert hast ( siehe 1. ) Neu booten, alles sollte so sein wie vor der ganzen
Aktion.

5. Sollte unter 4. kein Problem auftreten, kannst du Win auf der ersten
Festplatte ohne irgendwelche Probleme installieren.

5. Nach der Installation von Windows wieder Linux über Diskette booten. mit
yast lilo konfigurieren.
Wohin soll LILO installiert werden -> Master-Boot-Sektor
F4
Name de Konfiguration -> windoof oder so
Welches Betriebssystem -> klar
Zu bootende Partition mit F3 auswaehlen.
fertig.

6. kleine Verbesserung: In lilo.conf prompt loeschen, dafuer delay=20 eintragen
und timeout=36000 setzen. in der Kommandozeile lilo aufrufen.
Danach bootet der Rechner automatisch nach 2 Sekunden( delay=20 ) Linux. Wenn
innerhalb der 2 Sek. CTRL, TAB, SHIFT oder ALT gedruekt wird, hat man 1 Stunde
Zeit, um irgendwelche Werte einzugeben.

7. Hoffentlich habe ich keinen Fehler eingebaut, wie gesagt not tested,
Kommentare abwarten, Datensicherung machen.


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